Der Lenz ist seit Montag um 22.24 Uhr da!

Für den Frühlingsbeginn gibt es unterschiedliche Messmethoden Kurt Tucholsky empfand den Frühling als laut und nervig. Die Erde sehe aus wie unrasiert. Doch die meisten Menschen freuen sich über mehr Licht, Wärme und neues Leben. Am Montag begann der Lenz.

Von Christoph Arens

Lenz, Frühjahr, Frühling: Am Montag um 22.24 Uhr mitteleuropäischer Zeit begann die wohl beliebteste Jahreszeit der Deutschen. Gerühmt in Liedern (Veronika, der Lenz ist da) und Gedichten (Frühling lässt sein blaues Band), steht der kommende Abschnitt des Jahres für Aufbruch, neues Leben, Licht und Wärme.

Der Journalist und Schriftsteller Kurt Tucholsky (1890-1935) war da eindeutig in der Minderheit: Er stellte dem Lenz ein eher schlechtes Zeugnis aus. „Alles ist hellblau und laut“ nörgelte er. „Die Spatzen schiepen und sielen sich in blauen Lachen, die Knospen knospen mit einem kleinen Knall...“ Die Erde sehe aus „wie unrasiert, der Regen regnet jeglichen Tag und tut sich noch was darauf zugute: ich bin so nötig für das Wachstum, regnet er.“ Egal. Bei den meisten überwiegt die Freude.

Aber man kann den Frühling auch nüchtern und wissenschaftlich beschreiben. Astronomisch gesehen beginnt er mit der Frühlingstagundnachtgleiche, dem Äquinoktium. Zu diesem Zeitpunkt steht die Sonne genau senkrecht über dem Äquator, Tag und Nacht sind jeweils zwölf Stunden lang. Bis zum Sommeranfang wendet sich die Nordhalbkugel der leicht geneigt stehenden Erde immer stärker der Sonne zu. Der Frühling endet in diesem Jahr am 21. Juni um 16.57 Uhr mitteleuropäischer Zeit, am längsten Tag des Jahres.

 

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