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Brief des Bereichsvorsitzenden an die Mitglieder des Bereichs Süd

GKS / SÜD / Fürstenfeldbruck Christi Himmelfahrt 2020

Liebe Mitglieder unserer GKS Süddeutschlands!

Angst vor Krankheit und Tod bestimmten unsere letzten Wochen und zeigten uns ein Bild von „mangelnder Resilienz1“, wie es die Lageanalyse unseres letzten Weißbuches im Jahre 2016 beschrieben hatte. Dabei galt für das politische Handeln die Maxime: „ Die Gesundheit ist das höchste Gut!“
Wie habe ich als Christ darauf reagiert? Mir bleibt das Bild unseres Papstes vor Augen, wie er 2020 surreal und scheinbar einsam und allein die Ostertage betend „feierte“. Das Kreuz bringt doch Erlösung von Kummer und Schmerz, heißt es. Und doch braucht Ostern das Erlebnis der Himmelfahrt und das Pfingstereignis! Auch die Jünger schließen sich ein und brauchen Zeit, um einen Weg aus Angst und Zweifel zu finden. Sie können mit den Osterereignissen zunächst nicht umgehen. Wie aktuell das doch ist! Die Tat braucht den Geist, der uns Glaube, Liebe und Hoffnung ermöglicht. Erst dann kann es am Ende des Matthäusevangeliums heißen: „Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern.“ Als Initialzündung kommt also 50 Tage nach Ostern mit „Feuersbrausen“ die Erkenntnis, der Mut, und schließlich die Tat: „Mach, was wirklich zählt!“ heißt es in einer Bw-Werbung. ..
Für uns Christen ist die Gesundheit eben nicht das höchste Gut. Die Wunderheilungen haben eine andere Botschaft, nämlich die der Nachfolge, sogar bis in den Tod! Es ist die Würde des Menschen, in Freiheit und Selbstbestimmung, die unser Handeln lenkt. Das Matthäusevangelium bereitet dabei das Finale geschickt vor. Bei Matth.16,26 heißt es: „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt?“ Luther hat es mit dem berühmten Zitat übersetzt: „ Was hilfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und hätte doch Schaden an seiner Seele?“ Bei diesem Satz wissen wir sofort, was gemeint ist. Die Welt gewinnen wollen ist doch ein urmenschliches Verlangen! Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, ja, wir alle jagen diesem Ziel nach und glauben, dass es dann gut gehen müsse und der moderne Staat dafür verantwortlich sei. Das hat Christus sicherlich nicht so gedacht!
Mit diesem Osterfest 2020 hat unser Heiliger Vater ein deutliches Zeichen gegeben: „ Wohl uns, wenn wir der Seele einen Raum geben! “Die Himmelfahrt Christ ebnet den Weg zum Pfingstereignis. Ein guter Tag für einen neuen Start!
Liebe Vorstände, gerne hätten wir am Termin für unser Treffen in Steingaden festgehalten und, -nach dem Entschluss unseres Bundesvorstandes, dem KMBA bei seiner Entscheidung, alle Treffen bis Ende August abzusagen, zu folgen,- den Bundesvorsitzenden um eine Ausnahmegenehmigung für Süddeutschland gebeten. Schließlich haben wir jedoch gemeinsam im Vorstand Süd davon abgesehen. Wir wollen uns weiterhin solidarisch zeigen und sind der Überzeugung, dass wir dann für die DAK II/2020 im Oktober in Wertach eine gute Diskussion um einen neuen Vorstand Süd durchführen werden. Ich selber habe mich entschlossen, nicht mehr als Vorsitzender anzutreten, stehe aber - wie alle anderen Vorstandsmitglieder auch - für einem neuen Vorstand unter einer neuen Leitung für die kommenden zwei Jahre gerne wieder zu Verfügung. Kandidaten zeichnen sich ab, und ich hoffe, mit diesem Schreiben, unserer Gemeinschaft im Süden einen hoffnungsvollen Impuls zu geben. Nutzen wir das Pfingstfest im Glauben an die frohe Botschaft, mit der Matthäus sein Evangelium schließlich beendet: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“.

Rufin Mellentin
Vorsitzender Süd

 

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