Morgenimpuls zum Thema „Frieden“ in der Ernst-von-Bergmann-Kaserne in München!

GKS / Kreis München / München, Januar 2020

Mit einem Morgenimpuls zum Thema „Frieden“ startete der Pfarrgemeinderat des Katholischen Militärpfarramtes München am 15.01.2020 in der ökumenischen Kapelle der Ernst-von-Bergmann-Kaserne in das noch junge Jahr, in welchem sich zwar das Friedensjahr 1945 zum 75. Mal jährt, welches aber ja bekanntlich leider nicht ganz so friedlich begann. Deshalb bot sich dieses Thema, das eigentlich nie an Aktualität verliert, auch für diese Veranstaltung geradezu an.

Am Anfang stand eine Geschichte über den 1828 im Oblast Tula geborenen Gutsbesitzer und großen russischen Schriftsteller Lew Nikolajewitsch Tolstoi (er schrieb den weltberühmten Roman „Krieg und Frieden“). In der besagten Geschichte spielen Kinder Krieg. Tolstoi herrscht sie deshalb an, schüttelt missbilligend den Kopf und entgegnet ihnen, dass sie lieber Frieden spielen sollen. Daraufhin fragen die Kinder, wie Frieden eigentlich gespielt wird. Diese Geschichte bildete die Überleitung zur Definition von Frieden.

Vom althochdeutschen Wort „fridu“ über den heutigen Sprachgebrauch sowie über die Sprache der deutschsprachigen Juristen bis hin zu der Sprache der Psychologie und der Theologie sowie dem biblischen Verständnis, wurde auf die Bedeutung des Begriffes „Frieden“ eingegangen, zuletzt auf den Inhalt des Psalm 85,11, in welchem es heißt, dass Gerechtigkeit und Friede sich küssen.

Nüßle

Auf Gerechtigkeit und Friede folgte dann der gerechte Friede, der ein Leitbild für Friedensethik und Friedenspolitik in der christlichen Ökumene ist, verbunden mit der moralischen Gebotenheit von militärischen Interventionen, unter Beachtung des in der pastoralen Konstitution GAUDIUM ES SPES (Freude und Hoffnung) unter Punkt 79 (Der Unmenschlichkeit der Kriege Dämme setzen) aufgeführten Aussage:  

Wer als Soldat im Dienst des Vaterlandes steht, betrachte sich als Diener der Sicherheit und Freiheit der Völker. Indem er diese Aufgabe recht erfüllt, trägt er wahrhaft zur Festigung des Friedens bei.

Nach dem Eingehen auf Zitate zum Thema Frieden von Richard von Weizsäcker, Thomas von Kempen und Marie von Ebner-Eschenbach, die sagte: „Frieden kannst du nur haben, wenn du ihn gibst“, bekamen die Anwesenden einen kleinen Engel überreicht, der als Bote Gottes auch als Symbol für den Frieden, als Symbol für das Miteinander der Religionen sowie als Symbol für die interkulturelle und religiöse Verständigung dient/steht.

Abschließend wurde dann zusammen das Friedensgebet der Gemeinschaft Katholischer Soldaten gebetet und aus dem Buch Lebensrhythmen (Evangelisches Gesangs- und Gebetbuch für Soldatinnen und Soldaten) das Lied „Gib uns Frieden jeden Tag“ gesungen, bevor der Morgenimpuls dann mit einer vom katholischen Pfarrhelfer Freimuth Kettner vorbereiteten kleinen Stärkung seinen Ausklang fand.

Text: Hptm Stefan Nüßle, Vorsitzender GKS-Kreis München

Bilder: Hptm Manfred Fischer und Hptm Stefan Nüßle

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