Einkehrtag im Advent

GKS / Kreis Stetten, Meßstetten, Sigmaringen / Schwenninger, November 2019
 
Wie eigentlich jedes Jahr fand die Info-Veranstaltung des Kreises Stetten/Meßstetten/Sigmaringen am ersten Advent statt. Dieses Mal begann sie mit einem Gottesdienst in der Gemeindekirche Sankt Mauritius, zelebriert durch unseren Militärgeistlichen Pater Stefan, der uns in seiner Predigt viele Gedanken für die Adventszeit mitgab. So zitierte er z.B. Karl Valentin: „Wenn die stille Zeit vorbei ist, dann wird es auch wieder ruhiger".
 
Danach wurde nach Schwenningen, in den Landgasthof Unger, verlegt. Dort konnten wir unser Mittagessen zu uns nehmen. Im Anschluss wurde der Bildungsanteil durch Frau Monika Rueß, Sozialdienst des Bundeswehrdienstleistungszentrums Stetten a. k. M., bestritten. Das ausgesuchte Thema war PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung). PTBS ist die Folge eines psychischen Traumas. Dies ist ein vitales Diskrepanzerlebnis zwischen bedrohlichen und individuellen Bewältigungsmöglichkeiten (lebensbedrohliche Ereignisse).
 
Die Art der Situation und das Erleben der Person ruft akute Belastungsreaktionen hervor.
Psychische:
- Todesangst
- Bedrohung
Körperliche:
- Zittern
- Schweißausbrüche
- Schlafstörungen
Geistige:
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Dissoziation (Wirklichkeit und Wahrnehmung, Gefühle und Bewusstsein klaffen auseinander)
Mögliche Schutzreaktionen:
- Man ist nicht Teil des Geschehens
- Automatische Handlung
- Veränderte Zeitwahrnehmung
- Als sei der Körper nicht betroffen
- Das Geschehen wird wie im Film erlebt.
 
Die Traumatisierung ist abhängig von der Lebensgeschichte, dem Ereignis und dem folgendem Schock, mit anschließendem Versuch der Bewältigung. Die Folge von der traumatischen Reaktion ist die Erholung oder die Entwicklung eines traumatischen Prozesses (PTBS). Daher definiert sich PTBS als eine mögliche Folgereaktion eines oder mehrerer traumatischer Ereignisse.
 
Symptome können z.B. aufdrängende Bilder, Sinneseindrücke, Alpträume und Flashbacks sein.
Die betroffene Person versucht Gefühle und Situationen zu vermeiden, die mit dem Trauma in Verbindung stehen. Weitere Folgen:
- Depressionen (65%)
- Angststörungen (80%)
- psychosomatische Beschwerden (60%)
- Suchterkrankungen
- Amnesien
- Aggressivität/Reizbarkeit (ca. 75%)
- Störung der Beziehungsfähigkeit/der Arbeitsfähigkeit
 
 
Erste Maßnahmen sind das Herstellen einer sicheren Umgebung und die Stärkung des sozialen Umfeldes sowie die Organisation eines psychologischen Helfernetzes mit qualifizierten Ärzten/Psychologen. Die eigentliche Traumabearbeitung benötigt eine ausreichende Stabilisierung und keine weiteren Traumaeinwirkungen bzw. keinen „Täterkontakt“.
 
Der Vortrag endete mit einer offenen Fragerunde. Nach Verabschiedung der Referentin gab es noch Neuigkeiten aus der GKS:
- Kurzvorstellung des neuen Bundesvorstandes
- Bericht aus der Bereichskonferenz
- Beabsichtigtes Programm des Kreises 2020
Bei Kaffee und gespendetem Kuchen wurde der Einkehrtag 2019 gegen 16:30 Uhr beendet.
 

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Text: GKS

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