75 Jahre nach dem 20. Juli 1944 - Erinnern an den militärischen Widerstand

Auch 75 Jahre nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler bleibt die Frage nach den Motiven ungeklärt. Was trieb den Aristokraten Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg an, am 20. Juli 1944 in der „Wolfschanze“ in Ostpreußen eine Sprengladung zu zünden? Eine Gruppe hochrangiger Offiziere der deutschen Wehrmacht hatte versucht, mit einem Attentat auf Adolf Hitler die nationalsozialistische Regierung zu stürzen. Doch Hitler überlebte, der Staatsstreich missglückte. Oberst Stauffenbergs Entschluss, Hitler zu töten, sollte in erster Linie die Diktatur und den grausamen Krieg beenden. Dass sie den Willen der Mehrheit ihrer Landsleute übergehen würden, wussten die Akteure des 20. Juli bereits vor der eigentlichen Tat. Selbst Gegner Hitlers hatten den Mord aus politischen und religiösen Gründen abgelehnt.

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Vermutlich haben deshalb die Widerstandskämpfer um Stauffenberg keine zentrale Rolle nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in der neuen Bundesrepublik gespielt. Auch sieben Jahre nach dem gescheiterten Attentat zeigte eine Umfrage des Allensbacher Institut für Demoskopie, dass rund ein Drittel der Befragten den Anschlag auf Hitler missbilligten. Und auch noch 1956 ist die Mehrheit der Bundesbürger dagegen, eine Schule nach Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg zu benennen. Die Widerstandskämpfer stammten in erster Linie aus dem deutschen Adel und den Führungskreisen der deutschen Wehrmacht. Welche Motive die Akteure antrieben und wie die eigentlichen Chancen für einen gelungenen Staatsstreich standen, lesen Sie untenstehend in „75 Jahre nach dem Umsturzversuch Claus Schenk Graf von Stauffenberg“ aus dem aktuellen, sicherheitspolitischen AUFTRAG.


Text: Nadin Schley
Anhang:
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