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Silbernes Pristejubiläum 

GKS / Berlin / 25.06.2020

1 Jubi Kerze w

Mit einem Gottesdienst in der Kapelle des Katholischen Militärbischofsamtes

5 IMG 4141 wGottesdienst in der Kapelle des Katholischen Militärbischofsamtes

und einem kleinen Empfang im Hof

4 Gratulation wEmpfang im Hof des Katholischen Militärbischofsamtes

feierte der Jubilar

2 JUbilar wJubilar Militärdekan Bernd F. Schaller

seinen Weihetag Corona bedingt mit beschränkter Gästezahl.

Für die GKS überbrachte der Bundesvorsitzende der GKS, Stabshauptmann Andreas Quirin, die herzlichsten Glück- und Segenswünsche.

3 Bernd und AndreasMilitärdekan Bernd F. Schaller mit Bundesvorsitzender StHptm Andreas Quirin

Auf das Geschenk wird der Geistliche Beirat noch ein wenig warten müssen, da dieses bei nächster Gelegenheit bei einer GKS-Veranstaltung übergeben werden wird.

 

Text und Bilder GKS

 

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Die GKS gratuliert herzlich zum Silbernen Priesterjubiläum

GKS / Berlin / 25.06.2020

Am 25. Juni 1995 wurde Militärdekan Bernd F. Schaller im hohen Dom zu Augsburg zum Priester geweiht. Nach verschiedenen Stationen in der Diözese Augsburg kam er zur kath. Militärseelsorge.

Bundesvorstand Jan 2020 Toni Louise RadtkeBundesvorstand Jan. 2020 (Bild: Toni Louise Radtke)Im Jahr 2012 beauftragte ihn der Katholische Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr, Dr. Franz Josef Overbeck, neben seiner Aufgabe als Militärpfarrer Berlin I zum Geistlichen Beirat der Gemeinschaft Katholischer Soldaten auf Bundesebene.
Seitdem begleitet er als Mitglied des Bundesvorstands unseren Verband. Als Geistlicher Begleiter ist es ihm ein großes Anliegen, den Grund unseres Engagements aus dem Glauben heraus immer wieder erlebbar zu machen und weiter zu festigen.

Katholikentag 2018 HTHB Katholikentag 2018 in Münster
Da das geplante große Fest aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden kann, wollen wir ihm auf diesem Wege herzlich zu seinem Jubiläum gratulieren und uns gleichzeitig für sein Engagement und Mittun in unserer Gemeinschaft bedanken.

Andreas Quirin
Stabshauptmann und GKS-Bundesvorsitzender

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Brief des Bereichsvorsitzenden an die Mitglieder des Bereichs Süd

GKS / SÜD / Fürstenfeldbruck Christi Himmelfahrt 2020

Liebe Mitglieder unserer GKS Süddeutschlands!

Angst vor Krankheit und Tod bestimmten unsere letzten Wochen und zeigten uns ein Bild von „mangelnder Resilienz1“, wie es die Lageanalyse unseres letzten Weißbuches im Jahre 2016 beschrieben hatte. Dabei galt für das politische Handeln die Maxime: „ Die Gesundheit ist das höchste Gut!“
Wie habe ich als Christ darauf reagiert? Mir bleibt das Bild unseres Papstes vor Augen, wie er 2020 surreal und scheinbar einsam und allein die Ostertage betend „feierte“. Das Kreuz bringt doch Erlösung von Kummer und Schmerz, heißt es. Und doch braucht Ostern das Erlebnis der Himmelfahrt und das Pfingstereignis! Auch die Jünger schließen sich ein und brauchen Zeit, um einen Weg aus Angst und Zweifel zu finden. Sie können mit den Osterereignissen zunächst nicht umgehen. Wie aktuell das doch ist! Die Tat braucht den Geist, der uns Glaube, Liebe und Hoffnung ermöglicht. Erst dann kann es am Ende des Matthäusevangeliums heißen: „Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern.“ Als Initialzündung kommt also 50 Tage nach Ostern mit „Feuersbrausen“ die Erkenntnis, der Mut, und schließlich die Tat: „Mach, was wirklich zählt!“ heißt es in einer Bw-Werbung. ..
Für uns Christen ist die Gesundheit eben nicht das höchste Gut. Die Wunderheilungen haben eine andere Botschaft, nämlich die der Nachfolge, sogar bis in den Tod! Es ist die Würde des Menschen, in Freiheit und Selbstbestimmung, die unser Handeln lenkt. Das Matthäusevangelium bereitet dabei das Finale geschickt vor. Bei Matth.16,26 heißt es: „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt?“ Luther hat es mit dem berühmten Zitat übersetzt: „ Was hilfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und hätte doch Schaden an seiner Seele?“ Bei diesem Satz wissen wir sofort, was gemeint ist. Die Welt gewinnen wollen ist doch ein urmenschliches Verlangen! Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, ja, wir alle jagen diesem Ziel nach und glauben, dass es dann gut gehen müsse und der moderne Staat dafür verantwortlich sei. Das hat Christus sicherlich nicht so gedacht!
Mit diesem Osterfest 2020 hat unser Heiliger Vater ein deutliches Zeichen gegeben: „ Wohl uns, wenn wir der Seele einen Raum geben! “Die Himmelfahrt Christ ebnet den Weg zum Pfingstereignis. Ein guter Tag für einen neuen Start!
Liebe Vorstände, gerne hätten wir am Termin für unser Treffen in Steingaden festgehalten und, -nach dem Entschluss unseres Bundesvorstandes, dem KMBA bei seiner Entscheidung, alle Treffen bis Ende August abzusagen, zu folgen,- den Bundesvorsitzenden um eine Ausnahmegenehmigung für Süddeutschland gebeten. Schließlich haben wir jedoch gemeinsam im Vorstand Süd davon abgesehen. Wir wollen uns weiterhin solidarisch zeigen und sind der Überzeugung, dass wir dann für die DAK II/2020 im Oktober in Wertach eine gute Diskussion um einen neuen Vorstand Süd durchführen werden. Ich selber habe mich entschlossen, nicht mehr als Vorsitzender anzutreten, stehe aber - wie alle anderen Vorstandsmitglieder auch - für einem neuen Vorstand unter einer neuen Leitung für die kommenden zwei Jahre gerne wieder zu Verfügung. Kandidaten zeichnen sich ab, und ich hoffe, mit diesem Schreiben, unserer Gemeinschaft im Süden einen hoffnungsvollen Impuls zu geben. Nutzen wir das Pfingstfest im Glauben an die frohe Botschaft, mit der Matthäus sein Evangelium schließlich beendet: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“.

Rufin Mellentin
Vorsitzender Süd

 

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„Europäer setzen heute mehr auf militärische Stärke als auf Diplomatie“

Gastbeitrag von Matthias Platzeck

Das Gedenken an die düsteren Kapitel der eigenen Geschichte ist den Deutschen auf den Weg gegeben. Wie kaum eine andere Nation haben wir die Pflicht, zu erinnern. Besonders zu den historischen Jahrestagen rufen wir uns die Vergangenheit wieder ins Gedächtnis – auch in diesem Jahr, in dem sich im Mai das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal jährt.

Heute ist der Krieg nur noch wenigen aus der eigenen Erinnerung gegenwärtig. Die meisten von uns haben ihn – wie auch ich – nicht mehr erleben müssen. Die Älteren werden immer weniger, die Kriegsgeneration stirbt langsam aus. Für unsere Gesellschaft wird damit die Aufgabe, die Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, immer wichtiger, aber auch immer schwieriger. „Die Jungen“, hat Bundespräsident Richard von Weizsäcker in seiner wegweisenden Rede zum 40. Jahrestag des Kriegsendes am 08. Mai 1985 gesagt, „sind nicht verantwortlich für das, was damals geschah. Aber sie sind verantwortlich für das, was in der Geschichte daraus wird.“
Das große Glück, dass ich mein ganzes bisheriges Leben in Frieden leben durfte, weiß ich zu schätzen. Und ich mache mir immer wieder bewusst, dass Frieden auch auf unserem Kontinent alles andere als selbstverständlich ist.
Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten gesehen, dass sich die an das Ende des Kalten Krieges geknüpften Hoffnungen auf ein neues Zeitalter des Friedens in Europa nicht erfüllt haben. Krieg ist wieder möglich geworden – schon in den 90er Jahren in Jugoslawien und auch heute im Osten der Ukraine. 30 Jahre nach der Überwindung der bipolaren Weltordnung sind die Gräben zwischen Ost und West auf unserem Kontinent wieder aufgeworfen. Wir erleben eine neue Konfrontation mit Russland.

Nie wieder Krieg w© P. Gregory/Shutterstock

„Mir macht es große Sorge, dass es in einer Zeit der schweren Spannungen in Europa an einer ernsthaften politischen Initiative für Verständigung und Ausgleich mit Russland fehlt“

Europäer und auch Deutsche setzen heute mehr auf militärische Stärke als auf Diplomatie. Die Bilanz der außenpolitischen Bemühungen der letzten Jahre muss ernüchtern, wenn heute Fachleute wie der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr und frühere Vorsitzende des NATO-Militärausschusses, Harald Kujat, warnen, dass „wir ähnlich wie 1914 wie Schlafwandler in einen militärischen Konflikt taumeln könnten“.
Die wichtigste Lehre aus unserer Vergangenheit lautet: Nie wieder Krieg in Europa! Haben wir das aus den Augen verloren?
Deutschland trägt besondere Verantwortung für ein friedliches Haus Europa. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat uns gemahnt: „Wir dürfen nicht Russland und seine Menschen zum Feind erklären. Dagegen steht unsere Geschichte und dafür steht zu viel auf dem Spiel.“ Hierzu gehört, die Erinnerung wachzuhalten – auch an die Opfer und das Leid derer, die Deutschland und Europa von Nationalsozialismus und Faschismus befreit haben. Die Hauptbürde bei der Niederschlagung Hitler-Deutschlands hat die Rote Armee getragen – Russen, Ukrainer und Weißrussen. Sie haben uns Deutschen Versöhnung und Freundschaft angeboten. Das ist ein großes Geschenk der Völker, die den verbrecherischen Angriffskrieg gegen die Sowjetunion mit einer die Vorstellungskraft übersteigenden Zahl von 27 Millionen Kriegstoten bezahlt haben – über die Hälfte von ihnen Zivilisten.

Historische Jahrestage besitzen große symbolische Bedeutung – gerade in Russland hat die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg für die meisten Menschen bis heute eine ausgesprochen emotionale Dimension. Für die bevorstehenden Gedenktage ist zu wünschen, dass wir Deutsche uns unsere geschichtliche Verantwortung ins Bewusstsein rufen. Es wäre gut, wenn wir ungeachtet der heutigen politischen Dissonanzen das Ende des Zweiten Weltkriegs mehr als bisher gemeinsam mit Russland begingen, um mit einem aufrichtigen Erinnern ein Zeichen für eine friedliche Zukunft in Europa zu setzen.

 

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Der Krieg und die Folgen

Der Zweite Weltkrieg und die Zeit der NS-Diktatur sind vorbei. Dennoch reichen die Schatten jener Zeit bis in die Gegenwart, denn in den Familien von damaligen Opfern und auch Tätern finden sich heute noch Spuren von traumatischen Erfahrungen als Gefühlserbschaften, auch wenn die nach 1945 geborenen Generationen Krieg, Verfolgung, Flucht und Tod nur von den Angehörigen und nicht aus eigenem Erleben kennen. Diese sogenannte „transgenerationale Weitergabe“ ist das Thema von Prof. Dr. Angela Moré, Professorin für Sozialpsychologie an der Universität Hannover. Wir haben mir ihr gesprochen.

Prof. Dr. More wProf. Dr. Angela Moré ist außerplanmäßige Professorin für Sozialpsychologie an der Leibniz Universität Hannover und zudem Gruppenanalytikerin. Bisher war sie an verschiedenen Universitäten und Hochschulen im In- und Ausland tätig. Im Jahr 2018/19 Fellow am Zentrum für Interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld im Forschungsprojekt „Felix culpa - Zur kulturellen Produktivität von Schuld“. Forschungsgebiete sind psychoanalytische Sozial- und Entwicklungspsychologie, Genderforschung, sozialpsychologische Zugänge zu Kultur-und Ideengeschichte, transgenerationale Weitergabe von Traumata und Schuld sowie unbewusste Prozesse in Klein- und Großgruppen.

Frau Prof. Dr. Moré, was sind transgenerationelle Kriegstraumata?

Wenn jemand im Krieg war und er diese Erfahrung nicht verarbeiten kann, das Erlebte also wegdrängt, dann spüren die Kinder des Betroffenen, dass es im Leben dieses Elternteils Bereiche gibt, an denen man besser nicht rühren sollte, weil die Eltern beispielsweise dem Gespräch ausweichen oder auch wütend auf Fragen reagieren. Es kommt dann zu affektiven Reaktionen, welche die Kinder nicht verstehen. Dies hat zur Folge, dass Kinder der Traumatisierten in sich sowohl den Drang zur Auflösung des von den Eltern vermittelten „Rätsels“ verspüren als auch ein Tabu, direkt nachzufragen. Die in der Übertragung wahrgenommenen Gefühle lösen Bilder und Fantasien aus und führen teilweise zum Ausagieren derselben in Handlungen. Dies nennt man transgenerationelle Weitergabe.

Kann die Weitergabe von Traumata zwischen den Generationen übersprungen werden?

Es ist immer zuerst die nächste Generation betroffen. Wenn es in der betroffenen Generation Geschwister gibt, kommt es häufig sogar zu einer emotionalen „Arbeitsteilung“. Ein Geschwister beschäftigt sich intensiv mit dem Trauma eines Elternteils oder beider, die anderen möchten damit nichts zu tun haben und erklären die Schwester oder den Bruder gegebenenfalls für verrückt. Sich nicht mit der Traumatisierung oder Schuld der Eltern zu befassen und diese zu verdrängen oder zu verleugnen kommt einer Aufrechterhaltung des elterlichen Tabus gleich.

In der hebräischen Bibel heißt es: Gott wird euch strafen bis ins dritte und vierte Glied. Ist die Idee einer Erbschaft zumindest im religiösen Kontext nicht neu?

Ich denke, diese Erbschaft ist etwas, das in der menschlichen Psyche verankert ist. Es ist ein Teil menschlicher Entwicklung, der zu uns gehört. Vielleicht war das in früheren Generationen nicht so sichtbar, weil man mehr in größeren Familienverbänden aufgewachsen ist, quasi mehrere Generationen von beiden Eltern zusammen mit dem Gesinde unter einem Dach oder auf einem Hof lebten. Dadurch relativierten sich die Einflüsse einzelner Erwachsener auf Kinder. Die Forschung nimmt an, dass im Dreißigjährigen Krieg, weil durch ihn mehrere Generationen traumatisiert wurden, diese transgenerative Weitergabe zum ersten Mal intensiver in unserem Kulturkreis spürbar wurde, obgleich dies vielen Menschen nicht bewusst wurde. Dennoch entsteht, wie auch das Bibelzitat zeigt, eine Ahnung in verschiedenen Kulturen davon, dass sich befremdliche Verhaltensweisen von Nachkommen traumatisierter Menschen aus den schrecklichen Erlebnissen der vorhergehenden Generationen erklären lassen.

„Es gibt bei Kindern eine Tendenz, den Eltern das Leiden abnehmen zu wollen, denn der Erwachsene soll „heil“ sein im Sinne einer gesunden Vitalität, damit er sich um das Kind kümmern kann. Es möchte dem Erwachsenen das Schmerzhafte abnehmen, aber es reinszeniert auch das bei der Mutter Erspürte, um es besser verstehen zu können.“

Es gibt prominente Beispiele wie das des Schriftstellers Hanns-Josef Ortheil. In „Die Erfindung des Lebens“ erzählt er die Geschichte seiner Kinderjahre. Weil seine Mutter nach dem Verlust der vier Söhne im Zweiten Weltkrieg ihre Sprache verloren hat, bleibt Ortheil bis zu seinem 7. Lebensjahr stumm.

Hier könnte man zunächst denken: Wie soll ein Kind sprechen lernen, wenn die Mutter nicht spricht? Aber es gab ja noch andere Menschen im Umfeld des kleinen Hanns-Josef. So liegt es nahe anzunehmen, dass dieses Kind das Verhalten seiner Mutter imitiert. Es spürt, dass das Sprechen für die Mutter ein Tabu ist, ebenso wie das Fröhlichsein. Ein Kind identifiziert sich mit der Mutter. Aber es gibt bei Kindern auch eine Tendenz, den Eltern das Leiden abnehmen zu wollen, denn der Erwachsene soll „heil“ sein im Sinne einer gesunden Vitalität, damit er sich um das Kind kümmern kann. Es möchte dem Erwachsenen das Schmerzhafte abnehmen, aber es reinszeniert auch das bei der Mutter Erspürte, um es besser verstehen zu können.

Gibt es Unterschiede hinsichtlich des innerfamiliären Konflikts in Täter- und Opferfamilien in Bezug auf das Thema Schuld?

Es gibt Unterschiede. Wenn beispielsweise ein Häftling Auschwitz überlebt hat, schämt er sich im Laufe seines Lebens dafür, dass er überlebt hat. Vielleicht musste er sogar für sein Überleben das Brot oder die Kleidung eines Mithäftlings stehlen, wie es z. B. Primo Levi als ganz normale Realität des Lageralltags schildert. Das bezeichnet man als die sogenannte Überlebensschuld. Besonders tragisch ist es, wenn zusätzlich noch die eigenen Kinder oder nahe Familienmitglieder vernichtet wurden. Dann kommt bei den Überlebenden die Frage nach dem Sinn des Weiterlebens auf. Sie fühlen sich in gewisser Weise den Toten stärker verbunden als den Lebenden. Bei den Tätern ist die Schuldfrage eine ganz andere. Je größer die Schuld ist, desto größer ist die Abwehr. Das gilt nicht nur für Nazitäter, sondern auch für Politiker wie beispielsweise Milošević, der ebenfalls unfähig war, Schuld anzuerkennen. Täter haben die Tendenz, sich als Opfer der Umstände zu präsentieren oder sich auf Befehlsnotstand zu berufen. Wenn man die NS-Ideologie genauer betrachtet, stellt man fest, dass es im Vorfeld schon paranoide Zuschreibungen gab, die auf die Opfer bzw. Juden projiziert wurden. Man hat sich quasi die Legitimation verschafft, gegen die konstruierte vermeintliche „Gefahr“ vorzugehen. So konnte bei den Tätern und Mitläufern kein Schuldbewusstsein für den millionenfachen Mord an Juden auftreten. Es braucht zur Bewältigung und nachträglichen Trauer nachkommende Generationen, die sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen.

Sie behandeln eine höchst aktuelle Thematik. Warum tun sich die deutschen Politikerinnen und Politiker dennoch schwer damit, das Wort „Krieg“ im Kontext der Bundeswehreinsätze zu benutzen?

Ich denke, es gibt eine Scheu aufgrund der historischen Erfahrungen. Deutschland hat zwei schreckliche Weltkriege entscheidend mit verschuldet. Das führte verständlicherweise zu großem Misstrauen in der europäischen Nachbarschaft und in Israel. Bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr nicht von Kriegshandlungen zu sprechen, hat mit der problematischen deutschen Vergangenheit zu tun. Und man möchte sich nicht mit der militaristischen deutschen Tradition identifizieren.

Ebenso kehren auch Bundeswehrsoldaten aus dem Krieg zurück. Inwieweit sind in diesen Familien die Kinder gefährdet?

Das hängt davon ab, wie groß oder klein die Kinder sind. Selbstverständlich bekommen sie mit, dass mit dem Papa oder der Mama nach einem Auslandseinsatz etwas nicht stimmt, wenn diese ein Trauma erlitten haben. Oft wird innerhalb der Familie nicht darüber gesprochen. Das ist ein Fehler. Wenn Mütter den Kindern erklären können, warum der Papa in bestimmten Situationen so reagiert, wie er reagiert, dann verstehen Kinder das besser und müssen möglicherweise nichts reinszenieren und imitieren.

Das heißt auch, dass man die Kette der emotionalen Weitergabe durch Kommunikation durchbrechen kann?

Es gibt gute Gründe, das zu hoffen. Zudem müssen traumatisierte Soldaten gute und langfristige traumatherapeutische Angebote bekommen. Ebenso ist therapeutische Unterstützung für betroffene Kinder notwendig

 

Interview GKS, (c) Prof. Dr. Moré

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Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

GKS / Berlin

Im September 2020 sollte die GKS-Akademie Oberst Helmut Korn wieder stattfinden.
Alle 2 Jahre bieten wir diese Akademie an, um 3,5 Tage gemeinsam ein Thema unter den verschiedensten Aspekten und in gebotener Tiefe und Intensität zu beleuchten.
In diesem Jahr sollte sich die Akademie unter dem Thema: „Handeln braucht Ordnung? – Soldat in einer neuen Welt!“ mit verschiedenen grundsätzlichen und aktuellen friedensethischen Fragen, dem Menschenbild der Inneren Führung und möglichen Ordnungsrahmen, die bei den sich immer schneller wandelnden Herausforderungen Orientierung und Halt geben können, befassen.
Die Corona-Pandemie stellte uns alle dann von einem zum anderen Tag vor ungeahnte Herausforderungen und tut dies bis heute.
Es gilt, diese Herausforderungen gemeinsam zu meistern und auszuhalten. Hierfür bedarf es aller Kraft und des Einsatzes vieler, im privaten, gesellschaftlichen und auch dienstlichen Bereich.
Wir haben uns deshalb entschlossen, die GKS-Akademie in das kommende Jahr zu verschieben.

Deshalb bitte schon jetzt notieren:
GKS-Akademie Oberst Helmut Korn
vom 7.-10.November 2021
im Diözesan-Exerzitienhaus Sankt Paulus in Leitershofen, 86391 Stadtbergen

Wir freuen uns schon auf viele gute Gespräche, interessante Referent*innen und eine aspekt- und sichtenreiche Akademie!

Und wer jetzt neugierig geworden ist, der kann sich hier einen kleinen Eindruck von der letzten GKS-Akademie verschaffen: https://gemeinschaft-katholischer-soldaten.de/index.php/verband/unser-verbandsleben/43-tradition-gestern-heute-morgen

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Gelungene Auftaktveranstaltung zur Drohnendebatte 2020

Drohne shutterstock 690489076 w(c) shutterstock.com / 690489076

Der erste Schritt zur Eröffnung einer breiten öffentlichen Diskussion der Frage der Bewaffnung von Drohnen, die durch die Bundeswehr eingesetzt werden, ist getan!
Corona-Pandemie entsprechend veranstaltete das Bundesverteidigungsministerium eine Podiumsdiskussion mit drei unterschiedlich besetzten Panels als Livestream-Veranstaltung.
Diskutiert wurde das Thema unter ethischen, politisch-militärischen und völkerrechtlichen Aspekten.
Dass das Thema kein Leichtgewicht ist, bei dem es einfache, auf der Hand liegende Lösungen gibt, wurde in jedem Panel deutlich. Erst die sehr differenzierter Betrachtung ließ die unterschiedlichen Argumentationslinien, die zu den unterschiedlichen Beurteilungen führen, deutlich werden.
In den drei Panels gelang es, den Argumentationsrahmen aufzuzeigen, innerhalb dessen die Entscheidungskriterien für oder gegen die Bewaffnung von Drohnen zu suchen und gegeneinander abzuwägen sind.
Deutlich wurde, dass die Diskussion der Frage der Bewaffnung der Heron TP für die Bundeswehr, die demnächst im Bundestag zu führen sein wird, nur ein Einstieg in die allgemeine Debatte des Einsatzes von ferngesteuerten, autonomen oder sogar KI-gestützten Waffensystemen sein muss.
Die Diskussionsveranstaltung soll nur der Anfang eienr breit angelegten Debatte sein, die sowohl in der Gesellschaft als auch im Bundestag in den kommenden Wochen zu führen sein wird.
Wir freuen uns auf eine breite, intensive, sachliche und streitige Debatte, nicht nur unter Expert*innen und im Bundestag, sondern in der Gesellschaft.
Wir sind dabei!
Unsere ausführliche Stellungnahme zur Bewaffnung der Heron TP für die Bundeswehr könne Sie hier nachlesen.

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Spiritueller Impuls zum 8. Mai

Am 14. November 1940 flog die Deutschen Luftwaffe einen verheerenden Angriff auf die englische Stadt Coventry, rund einhundertfünfzig Kilometer von London entfernt. Über fünfhundert Menschen starben, viele Gebäude, darunter auch die mittelalterliche Kathedrale St. Michael, wurden zerstört. Der damalige Domprobst Richard Howard ließ aus drei Zimmermannsnägeln des Dachstuhls, die bei den Aufräumarbeiten gefunden wurden, ein Kreuz schmieden und an die Chorwand der Ruine die Worte „FATHER VORGIVE“ („Vater vergib“) meißeln. Im Lauf der Zeit sind viele Kopien des sogenannten „Nagelkreuz von Coventry“ in der ganzen Welt verstreut. Ebenso hat sich die „Nagelkreuzgemeinschaft“ gebildet, deren weltweite Mitglieder an jedem Freitag um 12.00 Uhr das 1959 entstandene „Versöhnungsgebet von Coventry“ beten. Auch nach 75 Jahren Kriegsende hat das Gebet immer noch Bedeutung und Berechtigung.

Nagelkreuz Berlin Schaller w

Versöhnungsgebet von Coventry

Den Hass, der Rasse von Rasse trennt, Volk von Volk, Klasse von Klasse,
Vater, vergib!

Das Streben der Menschen und Völker zu besitzen, was nicht ihr eigen ist,
Vater, vergib!

Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen ausnutzt und die Erde verwüstet,
Vater, vergib!

Unseren Neid auf das Wohlergehen und Glück der anderen,
Vater, vergib!

Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der Gefangenen, Heimatlosen und Flüchtlinge,
Vater, vergib!

Die Gier, die Frauen, Männer und Kinder entwürdigt und an Leib und Seele missbraucht,
Vater, vergib!

Den Hochmut, der uns verleitet, auf uns selbst zu vertrauen und nicht auf Gott,
Vater, vergib!

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1939 1945 GKS Shutterstock w1939 - 1945 / (c) Shutterstock.com

75 Jahre Kriegsende in Europa – 

Kein Frieden ohne Versöhnung

 

Am 8. Mai 1945 kapitulierte das Deutsche Reich bedingungslos. – Damit war zumindest in Europa der 2. Weltkrieg beendet.
Er ist der größte militärische Konflikt in der Geschichte der Menschheit.
Direkt oder indirekt waren über 60 Staaten an ihm beteiligt, geschätzte 110 Millionen Menschen nahmen als Soldaten oder sonstige Bewaffnete an ihm teil.

Brandbomben Dresden GKS Shutterstock wBrandbomben auf Dresden / (c) Shutterstock.com
Die Zahl der Kriegstoten wird mit mehr als 60 Millionen Menschen angegeben. Weitere 17 Millionen Menschen waren verschollen und blieben es oft bis heute.

Zahlen, die so unvorstellbar hoch sind, dass es schwer fällt, ihre Dimension wirklich zu erfassen.

Der von Deutschland ausgegangene Zweite Weltkrieg war nicht nur ein Krieg gegen Staaten, sondern ausdrücklich gegen die Bevölkerungen der überfallenen Staaten gerichtet. Militärisches Handeln gab den Rahmen für Massenverbrechen an Juden, Kriegsgefangenen, Sinti und Roma, politisch Andersdenkenden, Behinderten und Zwangsarbeitern.
Angesichts der Grausamkeit, der Menschenverachtung, des millionenfachen Sterbens und des unsagbaren Leids, schworen sich viele Menschen guten Willens damals:


Nie wieder Krieg!

Dieser Schwur bindet uns bis heute.

Seit dem Ende des 2. Weltkrieges herrscht in Deutschland Frieden. Dies ist die längste Friedensperiode, die Deutschland jemals erleben durfte.

75 Jahre Frieden! –

Diese 75 Jahre Frieden sind ein großes Geschenk, aber sie sind auch eine Herausforderung und eine Verpflichtung, die Gegenwart und Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit für alle Menschen auf dieser Welt zu gestalten.

Sankt Michael redaktionelle Nutzung Shutterstock wSankt Michael / GKS / redaktionelle Nutzung / Electric Egg / Shutterstock.com

Der Katholikenrat beim Katholischen Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr und die Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) haben aus diesem Anlass eine gemeinsame Erklärung unter dem Titel

„Kein Frieden ohne Versöhnung“

herausgegeben.

„Die europäische Geschichte nach dem 8. Mai 1945 zeigt uns: nur wenn letztlich Feindschaft und Hass überwunden und stabile Beziehungen etabliert werden, ist ein dauerhafter Frieden möglich (Gaudium et Spes, Nr. 82). Der Einsatz militärischer Mittel kann für uns daher immer nur die letzte Möglichkeit sein, um weitere Gewalt einzudämmen und den Politikern sowie zivilen Friedensinitiativen Zeit und Raum zum Verhandeln einer dauerhaften und gerechten Friedenslösung zu verschaffen. Der 8. Mai 1945 steht für uns daher nicht nur als Verpflichtung für den Frieden, sondern auch für die Hand der Versöhnung und die Chance auf einen positiven Neuanfang“ heißt es dort.

 

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Wenn Soldatinnen und Soldaten nicht in die Kirche gehen können,
dann kommt sie eben nach Hause.

Der Katholische Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr, Franz-Josef Overbeck feiert am Sonntag, 12. April, ab 10 Uhr in der Mülheimer Akademie „Die Wolfsburg“ die Messe. Dazu trägt ein Soldat aus Berlin die aufgezeichnete und zugeschaltete Lesung vor. Sie wird mit Video-Livestream über die Homepage des Bistums Essen und über seine Facebook-Seite ausgestrahlt. Damit haben auch Bundeswehrangehörige einen zentralen katholischen Gottesdienst an Ostern, der an allen Einsatzorten Gemeinsamkeit schafft. Wegen Corona wurden alle Gottesdienste abgesagt; so geht die Katholische Militärseelsorge in Verbindung mit dem Bistum Essen auf die Bedürfnisse der Menschen ein und kommt auf die Bildschirme und Smartphones. Dadurch sollen möglichst viele Gläubige und Interessierte die Möglichkeit erhalten, den Gottesdienst mitzufeiern. Da die Anwesenheit in der Kirche nicht möglich ist, werden die Lesungen und Fürbitten an verschiedenen Orten des Bistums aufgezeichnet und im Video-Stream eingespielt.

https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bistum-uebertraegt-ostergottesdienst-mit-bischof-overbeck/ fbclid=IwAR0oX9KgTXL_Zj0nDiKl5jOlK0Hb3XjHwoU2mpiPL9eSz6IgZQtAj1EJ3VQ

Weiterhin möchten wir Sie noch auf einen Videobeitrag von Militärbischof Overbeck aufmerksam machen, den Sie unter
https://www.katholische-militaerseelsorge.de/militaerbischof/ostern-2020/ finden.

 

(Quelle: KS / Doreen Bierdel)

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„EUROPA IST EINE GROSSE MÖGLICHKEIT“

Matthias HorxMatthias Horx

 

 

Matthias Horx ist „Trend- und Zukunftsforscher“.
Mit uns hat er für den AUFTRAG 304 Ende 2019 über Europa, den Klimawandel, Donald Trumpund die AfD gesprochen.

 

 

 

Sehr geehrter Herr Horx, Sie sind Zukunftsforscher. Sind Sie im Hinblick auf unsere europäische Zukunft optimistisch oder pessimistisch?

Europa ist wie ein Baum, der mal von Wind und Sturm, mal von Borkenkäfern angegriffen wird, aber trotzdem weiter wächst. Ab und zu bricht auch mal ein Ast ab. Ich finde auch, dass man sich solche „ismen” wie Pessimismus oder Optimismus nicht leisten kann. Das sind alles Verkürzungen, die der Komplexität der Wirklichkeit nicht gerecht werden. Europa ist ein Muss. Wir leben auf einem Kontinent und ich bin ein “Possibilist”. Ich glaube, an Möglichkeiten und Europa ist mit seiner Geschichte, seiner diversen Kultur, seinen auch schrecklichen Erfahrungen
eine große Möglichkeit, gerade in einer globalisierten Welt. Unser großer Kernwert ist die Kultur, das komplexe Denken, das aus Tausenden von Jahren im Umgang mit Umbrüchen stammt.

Kennen Sie die vier Szenarien für die Europäische Union? Was sagen Sie: Leben wir im Jahr 2030 in einem gemeinsamen europäischen Haus oder in einer Ruine?

In einem gemeinsamen europäischen Haus. Aber wie in einem großen Familienhaus ist auch dort nicht alles nur harmonisch. Es gibt unordentliche und staubige Ecken und im Keller rumpelt es bisweilen.

Wie wird sich Europa hinsichtlich der Sicherheitspolitik entwickeln?

Das hängt von den Herausforderungen ab. Wenn es um uns herum aktive große Kriege gibt, werden sich die notwendigen
Integrationen der europäischen Politik schneller entwickeln, also eine europäische Armee, die es ja heute längst in Ansätzen gibt, aber auch ein Sprechen mit einer Stimme. Ansonsten ist das Konzept „Soft Power“ noch nicht ausgereizt. Es wird in der multipolaren Welt ja keine Hegemonie mehr geben.

Werden wir irgendwann eine Europäische Armee haben?

Ja, zumindest einen starken Kern und das ziemlich bald. Wir werden effektive und robuste Einsätze in der Umgebung Europas brauchen, die nicht nur ein Land organisiert.

Trumps kontroverse Russlandpolitik und seine Haltung zur Nato machen die Zusammenarbeit zwischen EU und den USA schwierig. Was sagen Sie, wie wird sich künftig die Zusammenarbeit mit Trump entwickeln? Kommt die zweite Amtszeit?

Mit Populisten wie Trump kann man nicht zusammenarbeiten. Das sagen sie auch selbst: Diene mir oder f*** you! Diese Art von Halbstarken-Populismus wird zwar immer wieder mal hochkochen, aber auch schnell wieder vorbei sein. Das sogenannte „Volk“ ist der Erlöser dann doch schnell wieder überdrüssig. Anders als in der präfaschistischen Zeit Europas vor 100 Jahren leben wir heute in einer medialen Anspruchsgesellschaft und in einem breiten Wohlstand. Der echte Faschismus braucht immer einen Opferkult und am Ende Krieg. Die aggressiven Populisten von heute stolpern meistens über ihre eigenen Schnürsenkel, wie man in meinem Gastland, in dem ich seit 20 Jahren wohne, Österreich, gut sehen kann. Ich glaube nicht, dass die amerikanische Gesellschaft am Ende noch mal vier Jahre diese Muppet-Show im Weißen Haus sehen möchte. Der politische Konsument ermüdet schnell und Trump ist ja eher immer mehr vom Gleichen: Er kann nicht anders.

Wie sieht es hinsichtlich der katholischen Kirche aus? Werden Themen wie die priesterliche Lebensform (Zölibat) und Führungspositionen von Frauen in der Kirche in den nächsten Jahren überdacht und gegebenenfalls der modernen Zeit angepasst?

Stück für Stück, ja. Die Kirche hat ja schon 2000 Jahre Zeit gehabt. Da kommt es auf ein Jahrhundert auch nicht an. Aber es wird schneller gehen. Sonst zerbröselt die Organisation.

Wie finden Sie eigentlich Greta Thunberg? Sie sind ja Kritiker der verbreiteten Klimavisionen, die Ihrer Meinung nach zum Zwecke der Angstmache funktionalisiert werden.

Nein, ich finde, Greta macht einen tollen Job und ist eine echte Ikone. Sie nutzt zwar eine alarmistische Rhetorik, “ich want you to panic”, aber im Unterschied zum profanen und gefährlichen Alarmismus geht es hierbei nicht nur um das Aufmerksamkeitserzeugen durch mediale Reize und Übertreibungen. Sie ist authentisch, weil sie ein echtes Anliegen hat, für das sie kämpft und das sie nicht nur benutzt, um Auflage zu gewinnen oder Follower auf Facebook. Sie ist weder eitel noch zynisch. Sie kombiniert Schock-Rhetorik mit Hoffnung. Sie ist auch nicht fatalistisch, nur entschlossen. Das erinnert uns daran, dass es sich lohnen kann, für etwas wirklich einzutreten, anstatt nur etwas zu “meinen”. Das ist eine wunderbare humane Botschaft.

Wie viel Macht glauben Sie, wird die AfD in den nächsten Jahren bekommen?

Sie ist an ihrem Zenit. Die Nachfrage nach dumpfer Angstrhetorik ist groß, aber jeder Trend erzeugt einen Gegentrend, einen Widerstand, eine Klärung. Die Demokraten finden in der Auseinandersetzung mit der populistischen Finsternis immer mehr zu sich selbst. Früher hat die AfD die Etablierten vor sich hergetrieben. Heute erzeugt sie ein zunehmendes Selbstbewusstsein auf der Seite der offenen Gesellschaft. Man sieht, dass sich in vielen europäischen Staaten auch die Zivilgesellschaft gegen den Rechtspopulismus erhebt.

Kann man sich eigentlich auf die Zukunft vorbereiten?

Nein, wie man sich auch generell nicht auf „das Leben“ oder „die Liebe“ vorbereiten kann. Aber man kann eine bestimmte Sensibilität entwickeln, eine Offenheit des Geistes und des Herzens.

Welche Dinge werden uns 2020 überraschen?

Es könnte zum Beispiel überraschen, dass die ökologische Wende schneller vorankommt und besser gelingt, als alle befürchten. Vielleicht haben wir schon 2027 den „Carbon Peak“, also den Zenit der CO2-Ausstöße erreicht. Wir werden uns noch wundern – auch über das Positive im nächsten Jahr.

Vielen Dank für das Interview!

 

„Es gibt historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. Wir nennen sie Bifurkationen. Oder Tiefenkrisen. Diese Zeiten sind jetzt!“


Matthias Horx

Nun beschäftigt sich der Zukunftsforscher Horx mitten in der Corona-Pandemie damit, Antworten für die Frage nach den langfristigen Auswirkungen dieser „Tiefenkrise“ für unsere Gesellschaft und die Menschheit zu suchen. Er kommt zu sehr interessanten und mutmachenden Ergebnissen.

Mehr dazu unter: https://www.horx.com/48-die-welt-nach-corona/

 

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Erstveranstaltung des Neugegründeten GKS Kreis Saarland

GKS / Kreis Saarland / Merzig 12.02.2020

Während der Bereichskonferenz des GKS Bereiches West vom 29.11.-01.12.2019 wurde der GKS Kreis Saarland gegründet und somit der Bereich West um ein weiteres Bundesland mit GKS Vertretung erweitert.
Um diesen jungen Kreis im Saarland bekannt zu machen und möglichst viele neue Mitglieder im Saarland zu gewinnen, wurde durch den Vorsitzenden des GKS Kreis Saarland Hauptmann Christoph König eine Informations-/ und Erstveranstaltung im Standort Merzig in der Gemeinsamen Heimbetriebsgesellschaft durchgeführt. Dazu wurden alle Truppenteile der Luftlandebrigade 1 des Saarlandes mit insgesamt 4 Standorten angeschrieben und herzlich eingeladen.
DreiklangDer Stv. Vorsitzende Bereich WEST Oberstleutnant Frank Nowak hielt den Hauptvortrag Rund um die GKS beginnend mit der Historie, der Gliederung, den Arbeitsschwerpunkten, den Publikationen bis hin zu dem aktuellen Hilfsprojekt des Bereich WEST, der Unterstützung des Fördervereins für krebskranke Kinder e.V. Köln.
Zusätzlich wurden alle Fragen rund um die GKS und insbesondere der möglichen Mitgliedschaft innerhalb der GKS erörtert.
Nach dem Vortrag über die GKS, ließ es sich der zuständige geistige Beirat des neuen Kreises, Herr Standortpfarrer Marius Merkelbach nicht nehmen dem Kreis viel Erfolg zu wünschen und sagte natürlich seine volle Unterstützung zu.
Auch aus seiner Sicht ist eine kommunikative Zusammenarbeit besonders wichtig und er blickt dem freudig entgegen.
Zusätzlich wurde Informationsmaterial über die Arbeit der GKS in Form von verschiedenen Flyer, Informationsbroschüren sowie Ausgaben des Auftrages von Nr. 300 bis zur aktuellsten Ausgabe Nr. 304 vorgestellt und zur Verfügung gestellt.
Bei Kaffee und Kuchen waren sich alle einig, dass es eine sehr Informative und Zielführende Veranstaltung war und nicht nur neue Mitglieder, sondern auch viele Ansprechpartner und Multiplikatoren für die einzelnen Standorte des Saarlandes gewonnen wurden.

Text und Grafik: Oberstlt. Frank Nowak

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Lasst uns beten -
Gebet in der Coronakrise

Als Christinnen und Christen wissen wir uns in der Liebe Gottes geborgen, die uns Kraft, Mut und Zuversicht gibt, auch schwierigste Situationen durchzustehen.
Ein Gebet ist manchmal die einfachste Möglichkeit, diese Kraftquelle anzuzapfen.
Ich darf Ihnen daher ein Gebet des Bischofs von Innsbruck, als ein Gebet für die nächsten Tage und Wochen empfehlen.

Herr, Du Gott des Lebens,
betroffen von der Corona-Krise kommen wir zu Dir.
Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist
und bitten um Heilung für alle Erkrankten.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie
und allen Pflegenden Kraft in dieser extremen Belastung.
Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.
Wir danken für alle Frauen und Männern,
die gewissenhaft die Versorgung und Infrastruktur unseres Landes aufrecht erhalten.
Wir beten für alle,
die in Panik sind und von Angst überwältigt werden.
Wir beten für alle,
die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle,
die in Quarantäne sein müssen,
sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.
Stärke die Herzen der alten und pflegebedürftigen Menschen,
berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,
dass wir alle miteinander verbunden sind.
Von ganzem Herzen flehen wir,
dass die Pandemie abschwillt
und dass die medizinischen Einrichtungen und Ressourcen den aktuellen Anforderungen gerecht werden.
Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten zurückgeht.
Wir hoffen, dass in allen Bereichen bald wieder Normalität einkehrt.
Guter Gott,
mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.
Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.
Ja, wir sind sterbliche Wesen und können nicht alles kontrollieren.
Du allein bist Ursprung und Ziel von allem,
Du allein bist ewig, immer liebend.
Dein Heiliger Geist bewahre unser Herz in der Dankbarkeit.
Getragen von einem tiefen Frieden werden wir die Krise bestehen.
Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,
Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht,
sie schenkt Zuversicht und macht unsere Herzen bereit,
offen und aufmerksam füreinander.


Gebet nach Bischof Herman Glettler, Insbruck

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Niemand wird als Mörder geboren - Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden Henriette Kretz

GKS / Kreis München / München, Februar 2020

Bereits zum zweiten Male konnte die Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) – Kreis München über Helga Maria König, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Verbände und Gemeinschaften in der Region München (ARGE), die insbesondere auch als „Brückenbauerin mit Herz“ in der bayerischen Landeshauptstadt bekannt ist, die Holocaust-Überlebende Henriette Kretz für ein Zeitzeugengespräch am 07.02.2020 im Offizierheim der Ernst-von-Bergmann-Kaserne in München gewinnen.

 

2 H Kreil DSCF2924Die Gemeinschaft Katholischer Soldaten – Kreis München begrüßt Henriette Kretz sowie die „internen“ und „externen“ Gäste.

 

Waren es beim Zeitzeugengespräch im März 2019 noch überwiegend Angehörige der Bundeswehr, für welche stellvertretend Brigadegeneral Thomas Hambach (Kommandeur Landeskommando Bayern), Oberst Stefan Berger (Kommandeur Landesregiment Bayern), Leitender Regierungsdirektor Lindner (Leiter Bundeswehr-Dienstleistungszentrum München), Oberstleutnant Christian Binder (S3-Stabsoffizier  Regionalstab Territoriale Aufgaben Bundeswehr Nord), Oberstleutnant Thorsten Klapp (stellvertretender Kommandeur Regionalstab Territoriale Aufgaben Bundeswehr Ost), Oberstleutnant Peter Greyer (stellvertretender Kommandeur Regionalstab Territoriale Aufgaben Bundeswehr Süd) sowie Oberstleutnant Frank Baader (Regionalstabsoffizier Bayern Süd – Karrierecenter der Bundeswehr IV) begrüßt wurden, durfte sich die Gemeinschaft in diesem Jahr auch über eine Bereicherung in Form der Teilnahme einer Vielzahl von „externen“ Gästen freuen, wodurch diese auch wieder ein Stück weit mehr einem Motto der GKS „Gemeinsam neue Wege wagen“ gerecht werden konnte.

 

3 H Kreil DSCF2936Henriette Kretz spricht zu den rund 200 Gästen im Offizierheim der Ernst-von-Bergmann-Kaserne in München.

 

Neben den „internen“ Gästen von den verschiedensten Dienststellen aus München, Neubiberg, Freising, Fürstenfeldbruck, Feldafing, Kleinaitingen, Ingolstadt, Neuburg an der Donau, Nürnberg und Bogen waren auch Schülerinnen aus dem städtischen Sophie-Scholl-Gymnasium München mit der Schulleiterin Oberstudiendirektorin Karin Moritz und der Lehrerin Katharina Soell-Schmid, Schülerinnen und Schüler aus dem städtischen Willi-Graf-Gymnasium München mit der Lehrerin Katharina Bachmann und dem Lehrer Michael Hatala sowie Mitglieder des Pfadfinderstammes Sankt Severin aus Garching mit der Leiterin Franziska Bauer und den Leitern Niklas Kemper und Lukas Koch sowie Mitglieder des Pfadfinderstammes Maximilian Kolbe aus Pullach mit der Leiterin Luisa Schmucker der Einladung zum Zeitzeugengespräch in die Ernst-von-Bergmann-Kaserne gefolgt, durch deren Teilnahme auch noch einmal untermauert wurde, dass es für die Botschaft dieser Veranstaltung weder eine Zielgruppe nach soziodemografischen noch nach psychografischen Merkmalen gibt, da diese Botschaft ausnahmslos uns alle angeht!

 

7 H Kreil DSCF3006Oberstudiendirektorin Karin Moritz, die Schulleiterin des städtischen Sophie-Scholl-Gymnasiums München, liest ein Henriette Kretz gewidmetes Gedicht vor.

 

Ferner waren auch Vertreterinnen und Vertreter der verschiedensten Ausschüsse, Behörden, Einrichtungen, Kirchengemeinden, Räte, Stiftungen, Verbände, Vereine, Organisationen und Zusammenschlüsse unter den Gästen, vom Generalkonsulat der Republik Polen in München mit Konsul Michał Madaj, dem Integrationsbeauftragten des Landkreises München, Ali E. Danabas, dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus - Referat I.9 - Politischer und religiös begründeter Extremismus, Erinnerungskultur mit Studienrätin Karolin Nitzlnader über die Aktion für das Leben e.V. mit dem Vorstandsmitglied Waltraud Schreyer, den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Bezirksverband München (Stadt und Land) mit dem Geschäftsführer Thomas Koterba, die Hanns-Seidel-Stiftung München mit Erich Kornberger vom Referat III/6 (Internationales, Sicherheit, Europa, Entwicklung), den Bezirksausschuss 11 „Milbertshofen - Am Hart“ mit Gabriele Tomsche und Adolf Jackermayer, den Kreuzbund Diözesanverband München und Freising e. V. mit dem Diözesanvorsitzenden Franz E. Kellermann, das Evangelisch-Lutherische Prodekanat München-Nord mit Dekan Felix Reuter, die Evangelisch-Lutherische Versöhnungskirche München-Harthof mit Pfarrerin Dorothee Hermann, den Geistlichen Beirat der GKS auf Bundesebene, Militärdekan Bernd Schaller, die katholische Jugendstelle Donauwörth mit Jugendpfarrer Bernd Rochna, den Katholikenrat der Stadt und Region München mit der Vorsitzenden Hiltrud Schönheit, die Redaktion KOMPASS mit Jörg Volpers bis hin zu der Stiftung Logos & Ethos, München, vertreten durch die Vorsitzende des Aufsichtsrates der Stiftung, Dr. Monika Goerdeler, und den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Berthold Goerdeler (Enkel des Widerstandskämpfers Carl Friedrich Goerdeler, der von 1930 bis 1937 Oberbürgermeister von Leipzig war, vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt und vor 75 Jahren in Berlin-Plötzensee ermordet wurde).

 

8 H Kreil DSCF3016Henriette Kretz beantwortet die Fragen der Zuhörerinnen und Zuhörer.

 

Ebenfalls vor 75 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz, in welchem Abertausende von Menschen ermordet wurden, befreit, weshalb sich die Anwesenden an dieser Stelle der Veranstaltung zur Erinnerung/zum Gedenken und insbesondere auch aus Respekt gegenüber allen Opfern der NS-Gewaltherrschaft für eine Schweigeminute erhoben.

Damit sich eine solche Vergangenheit nicht wiederholen kann und aus der Erinnerung auch die Lehren bezüglich der Folgen eines Wegsehens gezogen werden können, durfte auch der Wunsch des Auschwitz-Überlebenden und Präsidenten des Internationalen Auschwitz Komitees, Roman Kent, nicht unerwähnt bleiben, der sein 11. Gebot “Du sollst nicht gleichgültig sein” so gerne der Bibel hinzufügen würde, denn wo Unrecht geschieht und wo Menschen gedemütigt und verfolgt werden, darf es keine Gleichgültigkeit geben, weil Gleichgültigkeit tötet.

 

9 H Kreil DSCF3051Henriette Kretz beantwortet die Fragen der Zuhörerinnen und Zuhörer.

 

Mit der Aufforderung “Lassen Sie uns nicht gleichgültig sein!” erfolgte dann die Überleitung zum Vortrag von Henriette Kretz, die in ihrer bescheidenen und ganz natürlichen Art über ihre zuerst glückliche und unbeschwerte Kindheit berichtete, aus der dann, unter Einmarsch und Besatzung, ein Kampf ums Überleben wurde, wodurch sie den rund 200 Gästen zweifellos näherbrachte, was es heißt, Ausgrenzung und Diskriminierung zu erfahren.

 

10 H Kreil DSCF3084Brigadegeneral Thomas Hambach dankt Henriette Kretz und allen an diesem Zeitzeugengespräch Mitwirkenden und würdigt den Charakter der Veranstaltung sowie insbesondere die daraus resultierende unmissverständliche Botschaft.

 

Henriette Kretz merkte gleich zu Beginn ihres Vortrages an, dass die Schilderung ihrer eigenen Erlebnisse nur eines von vielen tausenden tragischen Kinderschicksalen in dieser Zeit beleuchtet, weshalb sie die Zuhörerinnen und Zuhörer auch darum bat, ihr nicht mit Applaus zu begegnen. Durch das Erzählen ihrer zutiefst erschütternden Kindheitsgeschichte und das Beantworten der im Anschluss gestellten Fragen hat Henriette Kretz, der es sehr viel bedeutet, diesbezüglich vor und mit Menschen zu sprechen, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern neben eindeutigen Aussagen wie „Niemand wird als Mörder geboren“ und „Die Erde gehört uns allen, nicht nur einem Volk“ unmissverständlich auch die Botschaft mitgegeben, dass wir, jede/jeder Einzelne von uns, alles in unserer Macht Stehende dafür tun müssen, dass sich derartige dunkle Kapitel der Menschheitsgeschichte nie wieder, nicht einmal im kleinsten Ansatz, wiederholen!

 

11 H Kreil DSCF3099Berthold Goerdeler bedankt sich für den Vortrag und geht auf Gedanken seines Großvaters, des Widerstandskämpfers Carl Friedrich Goerdeler, ein.

 

Diese Botschaft spiegelte sich inhaltlich auch in den Schlussworten der Gemeinschaft wider, die noch einmal klar herausstellte, dass das heutige Erscheinen von Henriette Kretz, die Präsenz der anwesenden Menschen/Multiplikatoren sowie auch der am 20.12.2020 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Zentralrat der Juden in Deutschland unterzeichnete Militärseelsorge-Staatsvertrag, auf dessen tiefgreifende Bedeutung eingegangen und dessen Präambel vorgelesen wurde, nur einige Zeichen sind, die zeigen, dass die jüdische Gemeinschaft/das jüdische Leben in unserem Land ein integraler Bestandteil unserer Gesellschaft ist und bleibt!

 

14 OSF. Haelke Ein Blick in die Reihen der Zuhörerinnen und Zuhörer.

Seien wir dankbar dafür, dass sich jüdisches Leben nach 1945 in Deutschland wieder etabliert hat und betrachten wir dies bitte nicht alles einfach als selbstverständlich!

Lassen Sie uns wachsam sein, lassen Sie uns täglich dafür einstehen, sei es im Kampf/im Wirken gegen Antisemitismus, gegen Fremdenfeindlichkeit und gegen Rassismus, sei es im Kampf für Minderheitenrechte, sei es durch das Eintreten für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne unseres Grundgesetzes, denn hierbei dürfen wir die Betroffenen nicht alleine lassen.

Halten wir dagegen! Zeigen wir Solidarität!

Es ist unsere oberste Pflicht!

Diese Pflicht geht uns uneingeschränkt alle an!

16 H Kreil DSCF3253Henriette Kretz beim Signieren ihres Buches „Willst du meine Mutter sein?“.

 

Text: Hptm Stefan Nüßle

Bilder: Hptm Thomas Kreil, OStFw Bruno Haelke

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Familie und Soldatenberuf: Herausforderungen meistern, Chancen erkennen

GKS / Kreis Ingolstadt / Lambach, Februar 2020

Der GKS Kreis Ingolstadt führte ein Themenwochenende vom 14. bis 16. Februar 2020 im Kolpingferienhaus Lambach, Landkreis Cham, durch. Soldaten mit deren Familien und Ehemalige aus den Standorten Manching, Ingolstadt, Neuburg und Ummendorf folgten der Einladung in den Bayerischen Wald. Themenschwerpunkt für diese Veranstaltung des Kreises Ingolstadt war nach mehreren eher sicherheits- und außenpolitischen Themen der letzten GSK-Themenwochenenden, wieder die Familie und der Soldatenberuf. Das Zentralinstitut für Ehe und Familie in der Gesellschaft der Katholischen Universität Eichstätt (ZFG), entsandte auf Vermittlung von Dr. Peter Wendl, die beiden Diplompädagoginnen Frau Puhl-Regler und Frau Ressel.

Damit unterstrich das ZFG erneut ihre exzellente Unterstützung für die Militärseelsorge der Bundeswehr. Zunächst stellen alle Teilnehmenden in einer bemerkenswert offenen, vertrauten Art ihre Sorgen und Nöte dar, die sie mit zum Wochenende bringen. Damit konnte der „Bedarf zur genauen inhaltlichen Abgrenzung für den Vortrag ermittelt werden“. Die Referentinnen verwerteten diese Geschmackshinweise zur Grobplanung für Rezeptur bzw. für ein Kochbuch, das sie anschließend unter engagierter Mitwirkung der Teilnehmenden zusammenstellten. Der Soldatenberuf ist nun mal in vielerlei Hinsicht nicht mit anderen Berufen vergleichbar.

 

Referentinnen

Die ganz eigenen Herausforderungen, aber auch Chancen, die sich durch den besonderen Beruf für die Soldatinnen und Soldaten und deren Familien ergeben, verlangen nach guten Zutaten, damit die Rezeptur auch gelingt. Unter weiterer Anwendung  dieser kulinarisch-bildlichen   Darstellungsform des Themas brachten die hervorragend mitwirkenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die aus ihrer Sicht ganz persönlichen Chancen und Herausforderungen des Soldatenberufes als Zutaten für das Kochbuch ein.  

Dabei wurde deutlich, wie sehr das Thema Wochenendbeziehung, Einsatzbelastung und Gefahren aber auch die Besonderheiten wie die Militärseelsorge, die Kameradschaft und die Absicherung eine zentrale Rolle bei den Soldatenfamilien spielen. Frau Ressel und Frau Puhl-Regler verwendete in der verbleibenden Zeit diese Zutaten in unterschiedliche Rezepte und stellten sie vor. Teile hiervon sind auch in dem Buch „Jonas wartet auf´s Wochenende“ verwertet.

Das Buch ist der neueste Band, welcher im Rahmen der Kooperation mit dem Katholischen Militärbischofsamt durch das ZFG verfasst wurde. Die beiden Referentinnen sind auch Mitautorinnen des Buches. Das Buch ist bei den Katholischen Militärpfarrämtern kostenlos zu erhalten. Zum Abschluss des Tages diskutierten die Teilnehmenden über den Vortrag und zogen eine sehr positive Bilanz. Die offene und engagierte Teilnahme  aller waren einvernehmlich einzigartig und führte zusammen mit den herausragenden Referentinnen zum Gelingen des Wochenendes bei.

Die mitgebrachten Sorgen und Nöte aus der Woche waren am Ende „wie durch ein Wunder“ verflogen, so der das Wochenende begleitende Ingolstädter Militärpfarrer Dr. Stanko. Am Sonntagvormittag feierte Dr. Stanko für die Teilnehmenden des GKS-Wochenendes und für alle Gäste des Hauses den Gottesdienst in der hauseigenen Kapelle. Für den würdigen Rahmen sorgte u.a. die Begleitung durch Flötenspielerinnen und Geigenmusik.Der GKS-Kreis Ingolstadt wird sein zweites Wochenende im Jahr 2020 vom 04.bis 06.Dezember im Haus Chiemgau in Teisendorf durchführen.

Text und Foto: OTL Hermann Hofer, Kreisvorsitzender

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Habemus GKS Hamburg!

GKS / Kreis Hamburg / Hamburg, Februar 2020

Das Leben in Hamburg kann man vielfältig beschreiben. Hanseatisch kühl, aufregend, international oder ständig verregnet fallen mir spontan ein.

Bezogen auf den christlichen Glauben kommt mir hingegen nur ein Wort in den Sinn: Diaspora!  

Nur rund 10 Prozent der Hamburger bekennen sich zur röm.-kath. Kirche. Nur weitere 25 Prozent der Bürger gehören einer protestantischen Kirche an. In diesem doch zugegebenermaßen ziemlich weltlichen Umfeld hat sich unter der Initiative einiger Studierender der Helmut-Schmidt-Universität/ Universität der Bundeswehr Hamburg der örtliche GKS-Kreis neugegründet.
Ziel ist es neben der Katholischen Hochschulgemeinde den Studierenden und Mitarbeiter*innen der Universität, aber auch den Angehörigen der anderen Bundeswehrstandorte in Hamburg, eine weitere Plattform zu geben, um über ihren Glauben nachzudenken, sich zu orientieren und ihn zu leben.

 

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Foto der Vorsitzenden Obermaat OA Sebastian Kaup und Leutnant Sophia

Schulze-Zumloh

 

 

Denn als junger bekennender Katholik wird man immer mehr gewahr, dass Nichtreligiöse, und davon gibt es auch in der Bundeswehr mittlerweile nicht zu knapp, davon ausgehen, dass Religion und Glauben etwas Antiquiertes seien.

Doch gerade in unserer heutigen schnelllebigen, spaßorientieren Zeit ist der Glaube für uns eine Art Anker und Kompass zugleich. Die sich aus unserer religiösen Überzeugung ableitenden Werte sind stabil, geben uns Rückhalt und Orientierung.
Diese Tugenden sind, gerade in der Elitenausbildung, die in Hamburg an Bundeswehruniversität und Führungsakademie betrieben wird, nicht das allerschlechteste, was ein Soldat und Offizier in seinem Wertekanon haben kann.
So wollen wir als GKS Hamburg, unter dem Vorsitz von Obermaat OA Sebastian Kaup und Leutnant Sophia Schulze-Zumloh, beweisen, dass ein moderner Glauben nichts aus der Zeit gefallenes ist oder mit zurückgezogener weltfremder Ideologie zu tun hat. Sondern wir wollen mit unseren Veranstaltungen, Exkursionen und Erlebnissen im Kollektiv eine Gemeinschaft erzeugen, die neben dem Soldatenberuf auch auf der christlichen Moral aufbaut.

 

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GKS Hamburg mit Militärdekan Peter Henrich und den Pfarrhelferinnen der Katholischen Hochschulgemeinde

 

Bilder und Text: GKS

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„Ehrt mein Verhalten Gott und dient es dem Nächsten?“

Gottesdienst aus Anlass des Weltfriedenstages in Hildesheim

GKS / Bundesebene / Hildesheim, Februar 2020

Anlässlich des Weltfriedenstages feierte der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ mit Angehörigen der Bundeswehr, der Polizei und der Bundespolizei eine Heilige Messe im Hildesheimer Dom. Wie jedes Jahr unterstützte die GKS in Person von Hauptmann a.D. Michael Grundmann, dem Bereichsgeschäftsführer Nord, die Vorbereitungen.  Im Gottesdienst und beim anschließenden Beisammensein waren wir mit einer GKS-Delegation dabei.

 

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Eine Besonderheit des Gottesdienstes in Hildesheim ist, dass ihn Angehörigen der Bundeswehr, der Polizei und der Bundespolizei aus ganz Norddeutschland gemeinsam feiern. Bischof Wilmer dankte den Soldatinnen und Soldaten sowie den Polizistinnen und Polizisten für ihren wichtigen Dienst an der Gesellschaft und ermutigte sie auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens weiter zu gehen. Hierbei habe Jesus uns eine gewichtige Prüffrage an die Hand gegeben: „Wer sich vor wichtigen Entscheidungen fragt: Ehrt mein Verhalten Gott und dient es meinem Nächsten? – der wird selten falsch entscheiden.“ , gab er den Anwesenden mit auf den Weg.

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Im Anschluss an den Gottesdienst gab es die Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch, sowohl über die Bedeutung der Friedensbotschaft des Papstes für den ganz konkreten Alltag und das eigene Leben, als auch über die aktuelle Situation in der kath.Kirche und den gerade begonnen Synodalen Weg.

Text: Redaktion

Fotos: Pressestelle Bistum Hildesheim

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Die Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) Bad Neuenahr-Ahrweiler/Grafschaft am Wegekreuz in der Wabelsberger Wacholder Heide

GKS / Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler / Wabelsberger Wacholder Heide, Februar 2020

Der Traumpfad Wabelsberger Wacholder Heide oben in der Eifel bot den Wanderern der GKS herrliche Wege durch Mischwald, wunderschöne Aussichten auf die Eifel und mediterranes Flair zwischen Wacholder Heiden und Kiefernhainen mit Resten von Schnee.

Eine kleine Andacht an dem Kreuz (Foto) endete mit dem Lied: „Möge die Straße uns zusammenführen“.

Bei einem Kaffee in entspannter Runde endete dieser erlebnisreiche Tag.

 

GKS BNA Kreuz

Text und Bilder: StHptm a.D. Michael Wilke

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Wenn jeden Tag Sonntag ist
GKS - Seminare zur Dritten Lebensphase im Jahr 2020

Unser Juni-Seminar ist schon völlig ausgebucht und wir haben bereits eine Warteliste. Hier ist eine Anmeldung leider nicht mehr möglich. Noch freie Plätze gibt es in unserem Seminar vom 26. bis 30.8.2020

Das Seminar bietet Soldatinnen und Soldaten und ihren Partner/innen Informationen und Orientierungshilfen für die Zeit nach dem Dienstzeitende.

Nähere Informationen zu Inhalt und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier.
Sie können sich gerne auch an den Seminarverantwortlichen OStFw a.D. Reinhard Kießner unter 09776-5769 oder per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

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Morgenimpuls zum Thema „Frieden“ in der Ernst-von-Bergmann-Kaserne in München!

GKS / Kreis München / München, Januar 2020

Mit einem Morgenimpuls zum Thema „Frieden“ startete der Pfarrgemeinderat des Katholischen Militärpfarramtes München am 15.01.2020 in der ökumenischen Kapelle der Ernst-von-Bergmann-Kaserne in das noch junge Jahr, in welchem sich zwar das Friedensjahr 1945 zum 75. Mal jährt, welches aber ja bekanntlich leider nicht ganz so friedlich begann. Deshalb bot sich dieses Thema, das eigentlich nie an Aktualität verliert, auch für diese Veranstaltung geradezu an.

Am Anfang stand eine Geschichte über den 1828 im Oblast Tula geborenen Gutsbesitzer und großen russischen Schriftsteller Lew Nikolajewitsch Tolstoi (er schrieb den weltberühmten Roman „Krieg und Frieden“). In der besagten Geschichte spielen Kinder Krieg. Tolstoi herrscht sie deshalb an, schüttelt missbilligend den Kopf und entgegnet ihnen, dass sie lieber Frieden spielen sollen. Daraufhin fragen die Kinder, wie Frieden eigentlich gespielt wird. Diese Geschichte bildete die Überleitung zur Definition von Frieden.

Vom althochdeutschen Wort „fridu“ über den heutigen Sprachgebrauch sowie über die Sprache der deutschsprachigen Juristen bis hin zu der Sprache der Psychologie und der Theologie sowie dem biblischen Verständnis, wurde auf die Bedeutung des Begriffes „Frieden“ eingegangen, zuletzt auf den Inhalt des Psalm 85,11, in welchem es heißt, dass Gerechtigkeit und Friede sich küssen.

Nüßle

Auf Gerechtigkeit und Friede folgte dann der gerechte Friede, der ein Leitbild für Friedensethik und Friedenspolitik in der christlichen Ökumene ist, verbunden mit der moralischen Gebotenheit von militärischen Interventionen, unter Beachtung des in der pastoralen Konstitution GAUDIUM ES SPES (Freude und Hoffnung) unter Punkt 79 (Der Unmenschlichkeit der Kriege Dämme setzen) aufgeführten Aussage:  

Wer als Soldat im Dienst des Vaterlandes steht, betrachte sich als Diener der Sicherheit und Freiheit der Völker. Indem er diese Aufgabe recht erfüllt, trägt er wahrhaft zur Festigung des Friedens bei.

Nach dem Eingehen auf Zitate zum Thema Frieden von Richard von Weizsäcker, Thomas von Kempen und Marie von Ebner-Eschenbach, die sagte: „Frieden kannst du nur haben, wenn du ihn gibst“, bekamen die Anwesenden einen kleinen Engel überreicht, der als Bote Gottes auch als Symbol für den Frieden, als Symbol für das Miteinander der Religionen sowie als Symbol für die interkulturelle und religiöse Verständigung dient/steht.

Abschließend wurde dann zusammen das Friedensgebet der Gemeinschaft Katholischer Soldaten gebetet und aus dem Buch Lebensrhythmen (Evangelisches Gesangs- und Gebetbuch für Soldatinnen und Soldaten) das Lied „Gib uns Frieden jeden Tag“ gesungen, bevor der Morgenimpuls dann mit einer vom katholischen Pfarrhelfer Freimuth Kettner vorbereiteten kleinen Stärkung seinen Ausklang fand.

Text: Hptm Stefan Nüßle, Vorsitzender GKS-Kreis München

Bilder: Hptm Manfred Fischer und Hptm Stefan Nüßle

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Gute Führung stärken!

Das Programm Innere Führung heute

GKS / Bundesebene / Berlin, Januar 2020

 

Die Bundeswehr ist ein Abbild unserer vielfältigen und pluralen Gesellschaft. Und auch sie unterliegt wie viele Bereiche der Gesellschaft einem permanenten Wandel.  Mit der Konzeption der Inneren Führung haben die Streitkräfte jedoch eine flexible Führungskonzeption, die darauf ausgelegt ist, auf Veränderungsprozesse zu reagieren. Ein Beitrag von Tilo Maedler und Tobias Brösdorf.

Mit dem Fall der Mauer, der vor 30 Jahren vollzogenen Wiedervereinigung unseres Vaterlandes und dem damit verbundenen Ende des Kalten Krieges haben sich nicht nur die sicherheitspolitischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen grundlegend gewandelt. Auch die Bundeswehr durchläuft seit nun bald drei Jahrzehnten einen tiefgreifenden und noch immer nicht abgeschlossenen Veränderungsprozess. Der Wegfall der alles dominierenden Ost-West-Konfrontation, verstärktes Engagement bei internationalen Hilfs- und Friedenmissionen und die ersten, auch bewaffneten Auslandseinsätze gingen einher mit einer deutlichen Reduzierung des personellen und materiellen Umfangs der Bundeswehr. Aus der Wehrpflichtarmee ist eine Freiwilligenarmee geworden, in der ganz selbstverständlich auch Frauen Dienst leisten. Das Gesicht der Bundeswehr und ihr inneres Gefüge sind heute also ganz anders als vor 30 Jahren.

„Das Konzept der Inneren Führung ist eine zukunftsfähige Führungskonzeption, die flexibel auf gesellschaftliche und politische Veränderungen reagiert“

All dies hat  auch Auswirkungen auf die Führungskultur in den Streitkräften. Die Bundeswehr ist vielfältiger geworden, nicht nur hinsichtlich ihres Personals, sondern auch mit Blick auf ihren Auftrag. Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr dienen in der Regel länger als früher, sind erfahrener, aber auch lebensälter als zu Zeiten der Wehrpflicht. Das verändert die Anforderungen an erfolgreiche Führung. Zudem machen die Gleichzeitigkeit von Auslandseinsätzen und einer Renaissance der Landes- und Bündnisverteidigung Führung komplexer und anspruchsvoller. Mit der erfolgreichen Integration der Kameradinnen und Kameraden mit Vordienstzeit in der NVA hat die Bundeswehr unter Beweis gestellt, dass sie mit dem Konzept der Inneren Führung über eine zukunftsfähige Führungskonzeption verfügt, die flexibel auf gesellschaftliche und politische Veränderungen zu reagieren vermag. Als Armee der Einheit gehörte die Bundeswehr zu jenen staatlichen Institutionen, in denen die Vereinigung besonders rasch und friktionsfrei verlaufen ist.

 

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„Es wurden elf Handlungsfelder identifiziert“

Wie steht es jedoch um die gelebte Führungskultur in der Bundeswehr nach nunmehr bald 30 Jahren permanenter Veränderung und nach Jahrzehnten knapper Haushaltsmittel? Unter dem Eindruck der eingangs beschriebenen Veränderungen und Fragestellungen wurde 2017 das Programm „Innere Führung – heute“ mit dem Ziel begonnen, in einem ersten Schritt zunächst ein vollständiges, aussagekräftiges und ehrliches Lagebild zur gelebten Führungskultur in der Bundeswehr zu gewinnen. In 41 Workshops mit über 800 Teilnehmenden aller Ebenen aus nahezu allen Bereichen der Bundeswehr stand die Frage nach den täglichen Rahmenbedingungen und den Herausforderungen im Fokus, welchen sich das Führungspersonal stellen muss. Vor allem aber ging es um die Frage, was heute unter „guter Führung“ verstanden und wie gute Führung auf allen Ebenen gestärkt werden kann.

Es wurden insgesamt elf Handlungsfelder identifiziert, in denen Maßnahmen erarbeitet und vollzogen werden sollen. Welche das sind, lesen Sie im aktuellen AUFTRAG, der Verbandszeitschrift der GKS.
 
Text: Tilo Maedler und Tobias Brösdorf
Foto: (c) Shutterstock

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