Seminar 3. Lebensphase mit neuem Format

GKS Bund / Seminar 3. Lebensphase / Nürberg 10.10. - 14.10.2018

Die Gemeinschaft Katholischer Soldaten hat vom 10.10. bis 14.10.2018 das Seminar 3.Lebensphase durchgeführt. Unter dem Motto „Wenn jeden Tag ein Sonntag ist“ konnten sich die 18 Teilnehmer auf den bevorstehenden Ruhestand vorbereiten.
Die GKS bietet Soldatinnen und Soldaten sowie ihren Partnerinnen und Partnern ein Seminar, welches nicht nur eine Unterweisung mit verwaltungstechnischen, medizinischen, rechtlichen und psychologischen Inhalten ist, sondern den Mensch als Ganzes in den Mittelpunkt stellt. Damit unterscheidet es sich von den Seminaren anderer Anbieter auf diesem Gebiet. Ziel ist es, mit den Teilnehmenden nach einer langen Dienstzeit zum Übergang in den Ruhestand und in die zivile Gesellschaft ins Gespräch zu kommen, Informationen zu geben und interessante Perspektiven und Denkanstöße anzubieten.

franz kapsner wMit Herrn Franz Kapsner konnte ein Referent gewonnen werden, der für einen solchen ganzheitlichen Ansatz hervorragende Voraussetzungen mitbringt. Seine Vita weißt nicht nur eine langjährige Tätigkeit in Führungspositionen eines großen Wirtschaftsunternehmens auf, sondern auch die aktuelle Tätigkeit als Personaltrainer für Personen 50+ qualifizieren ihn im besonderen Maße für dieses Seminar.

Zwei ausgezeichnete Referenten standen für die Themen der Gesundheit zur Verfügung. Aus dem Bereich der Medizin trug Oberstabsarzt Michael Gebhardt vor. Regierungsrat Thomas Eibl hat sich als Truppenpsychologe mit den psychologischen Veränderungsprozessen beschäftigt. Nach dem Vortrag setzte er das Gesagte mit einem Entspannungstraining mit den Teilnehmern gleich in die Praxis um.

Spiritualität kann für Menschen, die sich im Veränderungsprozess der Lebensphasen befinden, eine sehr wichtige Bedeutung haben. Abgeleitet von dem lateinischen Wort „spiritus“ = Geist = Hauch also Atem, hat Spiritualität existentiell Bedeutung im Leben eines Menschen. Militärdekan Bernd Schaller, der geistliche Beirat der GKS auf Bundesebene, hat diesen Themenkomplex zu einem Highlight des Seminares gemacht.

Sehr routiniert und mit einer hohen Kompetenz trug Regierungsamtsfrau Claudia Hartman vom Bundeswehrdienstleistungszentrum Ingolstadt über den Themenkreis der Sozialberatung vor. Die Informationen zur Beihilfe, dem Sozial- und Versorgungsrecht sowie der Wehrdienstbeschädigung waren von sehr hohen Interesse bei allen Zuhörern. Wichtig war auch der Hinweis auf eine enge Vernetzung mit den Sozialdiensten der Bundeswehr. 
Eine Unterrichtung bezüglich der Vergabe von Vollmachten und Patientenverfügung darf auf einem derartigen Seminar nicht fehlen. Diesen Part übernahm Frau Christina Seitz die in Nürnberg als Sozialpädagogin für den Caritasverband in einem Betreuungsbüro arbeitet.

Mit den Lebenserfahrungen eines pensionierten Soldaten repräsentierte Oberstabsfeldwebel a.D. Reinhard Kießner die GKS vor Ort.

Die Abschlussbetrachtung wurde von Oberstabsfeldwebel Christian Madl vorgenommen. Als Vertreter des Bundesvorstandes wies er auf die Bedeutung des Seminares für die GKS hin. Begegnung, Besinnung und Bildung sind die Grundsätze der GKS. Im Seminar gelingt es, unter einem thematischen Ziel alle drei Ansätze zu vereinen. Für die GKS ist die Durchführung der Seminare ein wichtiges Anliegen und in ihrer Ausgestaltung stellen sie einen inhaltlichen Leuchtturm der GKS-Arbeit dar.

Am Ende des Seminares hat Militärdekan Alfons Hutter mit den Teilnehmern in der Hauskapelle einen Gottesdienst gefeiert. Gerüstet für den neuen Lebensabschnitt traten sie die Heimreise an.

Text und Bilder: Reinhard Kießner, OStFw a.D. Beauftragter für die Seminare Dritte Lebensphase

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