Lagebericht 2018

2018 Lagebericht w

Anhang:
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Dr. Klaus Achmann zum Ehrenmitglied des Sachausschuss Sicherheit und Frieden ernannt

Urkunde Achmann w

Der Sachausschuss Sicherheit und Frieden hat in seiner Sitzung Ende Oktober das langjährige Sachausschussmitglied Oberst a.D. Dr. Klaus Achmann zum Ehrenmitglied des Sachausschusses ernannt. Der Sachausschussvorsitzende Oberstleutnant Rufin Mellentin überreichte nach einer kleinen Laudatio die Urkunde und wünschte sich noch viele Möglichkeiten des aktiven Zusammenarbeitens mit dem Geehrten.

Text und Bild R. Mellentin

Die Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS)
nimmt Abschied von


J.B. 1994Jürgen Bringmann

Oberst a. D.

* 4. Oktober 1937 in Hannover
† 25. Oktober 2018 in Alfter-Witterschlick


Komtur des Päpstlichen Ordens des hI. Papstes Silvester
Träger des österreichischen St. Georg-Ordens
Träger des Spanischen Cruz Militar
Cofrade de Honor de la Pelegrinacion de Santiago de Compostela

 

 

Jürgen Bringmann wurde am 4. Oktober 1937 in Hannover geboren. Er besuchte humanistische Gymnasien in Hannover, Amberg und Karlsruhe; die Abiturreife erwarb er im März 1957 am Jesuitenkolleg in St. Blasien.
Bereits im April trat er in Hamburg als Offizieranwärter den Freiwilligendienst bei der Bundeswehr an. Nach Ausbildung zum Offizier folgten Verwendungen als Zugführer, Personaloffizier, Organisations- und Ausbildungsoffizier, als Kompaniechef einer Panzergrenadierkompanie (SPz), einer Ausbildungskompanie sowie einer Panzerjägerkompanie (Kan/Rak) in Hemer, Dülmen und Handorf (NRW). Von 1978 bis 1982 wurde er als deutscher Presse-Stabsoffizier im NATO-Hauptquartier „SHAPE“ in Mons (Belgien) verwendet. Es folgte 1982 eine 2-jährige Verwendung als Referent im Protokoll des Bundesministers der Verteidigung, Bonn. Von 1984 bis 1990 war er Referent im Planungsstab des BMVg und - in der Position eines Referatsleiters - Redenschreiber für die Minister Dr. Manfred Wörner, Prof. Dr. Rupert Scholz und Dr. Gerhard Stoltenberg.
Von 1990 bis zum Ende seiner Dienstzeit am 31. Dezember 1995 leitete Bringmann als Oberst i.G. die Gruppe "Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Truppeninformation, Nachwuchswerbung, Internationale Zusammenarbeit" in der G 1-Abteilung des Heeresamtes in Köln.
Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst übernahm er von 1996 bis 1998 die Geschäftsführung des katholischen Rundfunksenders RADIO CAMPANILE in Bonn.
Jürgen Bringmann gehörte zu den frühen Mitgliedern des organisierten Laienapostolats in der Katholischen Militärseelsorge. Im 1961 gegründeten „Königsteiner Offizierkreis“ (KOK) war er ab 1962 Vertreter der jungen Offiziere im „Hauptausschuss“ genannten Führungsgremium, dessen Geschäftsführer er 1969 wurde. Mit Öffnung des KOK 1971 für Soldaten aller Dienstgrade zur „Gemeinschaft Katholischer Soldaten“ führte er auch die Geschäfte der GKS, bis er 1992 deren Bundesvorsitzender wurde. Die Gemeinschaft ehrte J.B. (wie sein Aktenkürzel lautete) am 30. September 1995 anlässlich seines Ausscheidens aus dem Amt als Bundesvorsitzender für seine mehr als 40-jährige Tätigkeit in führenden Positionen in nationaler wie internationaler katholischer Verbandsarbeit mit der Verleihung des 1987 gestifteten „Großen GKS-Kreuzes“.
J.B. zog sich auch nach dem Ende seiner Dienstzeit als Soldat im Dezember 1995 nicht aus der GKS zurück. Bis zum Jahr 2005 stellte er der Gemeinschaft seine langjährigen beruflichen wie ehrenamtlichen Erfahrungen als Referent des Bundesvorstandes für Fragen der Bildung, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung.
Besonderes hervorzuheben ist zudem sein Engagement im Apostolat Militaire International (AMI), das im Juni 1965 in Santiago de Compostella gegründet und in den Jahren 1967/69 mit dem Entwurf und der Diskussion von Statuten seine Arbeit aufnahm. Bringmann war von 1969 bis 1972 Ständiger Sekretär, von 1991 bis 1996 Präsident und von 1996 bis 2005 Generalsekretär des AMI; zusätzlich war er von 2002 bis 2005 auch Sekretär der „Konferenz der Internationalen Katholischen Organisationen (CICO)“ mit Sitz in Rom.
Das Laienapostolat in der weltumspannenden Kirche war ihm ein besonderes Anliegen und Leidenschaft, was durch seine Begabung begünstigt wurde, polyglott in Englisch, Spanisch, Italienisch und Französisch zu kommunizieren. Dieses Engagement hat ihm viel internationale Anerkennung eingetragen.
Geschult durch seine dienstlichen Verwendungen in der Presse- und Öffentlichkeit im BMVg und im Heeresamt sowie als Redenschreiber für Minister war J.B. in GKS und AMI ein vortrefflicher Sekretär und Geschäftsführer, der selbständig vier Bundesvorsitzenden der GKS und mehreren Präsidenten des AMI zugearbeitet und ihnen den Rücken freigehalten hatte. KOK und GKS der ersten 30 Jahre waren ohne die qualifizierte Arbeit des Geschäftsführers J.B. kaum denkbar.
Erst als die Gründergeneration der Laienarbeit aus Altergründen abgetreten war, als jüngere Mitglieder mit neuen Ideen, veränderten Wertvorstellungen und auch moderneren Lebensentwürfen in Leitungspositionen aufrückten, schließlich auch noch die Geschäftsstelle der GKS mit dem Militärbischofsamt von Bonn nach Berlin zog, wurde es stiller und vielleicht auch etwas einsamer um das verdiente Urgestein der GKS.
Am 25. Oktober 2018, im wenige Tage vorher begonnenen 82. Lebensjahr, hat Jürgen Bringmann seinen Lebensweg beendet. Es war ein ausgefülltes, vielseitiges, ideen- und arbeitsreiches, von Engagement und Leidenschaft geprägtes Leben. Die Gemeinschaft Katholischer Soldaten schuldet ihm Respekt und wird sein Andenken über die in der Chronik „Bekenntnis – Auftrag – Erbe 1961-2010“ gesetzten Marken dankbar bewahren.
R.I.P.: Jürgen Bringmann möge ruhen im Frieden des barmherzigen Gottes!

Paul A. Schulz

 

Veröffentlichungen von Jürgen Bringmann
(ohne Einzelbeiträge in Zeitschriften wie z,B. AUFTRAG)

  • "... dem Frieden dienen? Wozu Bundeswehr?" (4. Auflage, 185.000, 1984 Mülheim)
  • "Frieden in Freiheit - Manfred Wörner", Koblenz 1987 (Hrsg.)
  • "Christen für den Frieden", Herford 1990 (Hrsg. mit Bühl)
  • "Diener der Sicherheit und Freiheit der Völker", Würzburg 1990 (Hrsg. mit Fettweis)
  • "Soldaten als Diener der Sicherheit und Freiheit der Völker", Würzburg 1996
  • "Soldatischer Dienst im Wandel - Zwischenrufe zu aktuellen Fragen", Würzburg 1996 (Hrsg.)
  • „Soldaten und Christen: Diener der Sicherheit und Freiheit der Völker“, Würzburg 2003

 

Seminar 3. Lebensphase mit neuem Format

GKS Bund / Seminar 3. Lebensphase / Nürberg 10.10. - 14.10.2018

Die Gemeinschaft Katholischer Soldaten hat vom 10.10. bis 14.10.2018 das Seminar 3.Lebensphase durchgeführt. Unter dem Motto „Wenn jeden Tag ein Sonntag ist“ konnten sich die 18 Teilnehmer auf den bevorstehenden Ruhestand vorbereiten.
Die GKS bietet Soldatinnen und Soldaten sowie ihren Partnerinnen und Partnern ein Seminar, welches nicht nur eine Unterweisung mit verwaltungstechnischen, medizinischen, rechtlichen und psychologischen Inhalten ist, sondern den Mensch als Ganzes in den Mittelpunkt stellt. Damit unterscheidet es sich von den Seminaren anderer Anbieter auf diesem Gebiet. Ziel ist es, mit den Teilnehmenden nach einer langen Dienstzeit zum Übergang in den Ruhestand und in die zivile Gesellschaft ins Gespräch zu kommen, Informationen zu geben und interessante Perspektiven und Denkanstöße anzubieten.

franz kapsner wMit Herrn Franz Kapsner konnte ein Referent gewonnen werden, der für einen solchen ganzheitlichen Ansatz hervorragende Voraussetzungen mitbringt. Seine Vita weißt nicht nur eine langjährige Tätigkeit in Führungspositionen eines großen Wirtschaftsunternehmens auf, sondern auch die aktuelle Tätigkeit als Personaltrainer für Personen 50+ qualifizieren ihn im besonderen Maße für dieses Seminar.

Zwei ausgezeichnete Referenten standen für die Themen der Gesundheit zur Verfügung. Aus dem Bereich der Medizin trug Oberstabsarzt Michael Gebhardt vor. Regierungsrat Thomas Eibl hat sich als Truppenpsychologe mit den psychologischen Veränderungsprozessen beschäftigt. Nach dem Vortrag setzte er das Gesagte mit einem Entspannungstraining mit den Teilnehmern gleich in die Praxis um.

Spiritualität kann für Menschen, die sich im Veränderungsprozess der Lebensphasen befinden, eine sehr wichtige Bedeutung haben. Abgeleitet von dem lateinischen Wort „spiritus“ = Geist = Hauch also Atem, hat Spiritualität existentiell Bedeutung im Leben eines Menschen. Militärdekan Bernd Schaller, der geistliche Beirat der GKS auf Bundesebene, hat diesen Themenkomplex zu einem Highlight des Seminares gemacht.

Sehr routiniert und mit einer hohen Kompetenz trug Regierungsamtsfrau Claudia Hartman vom Bundeswehrdienstleistungszentrum Ingolstadt über den Themenkreis der Sozialberatung vor. Die Informationen zur Beihilfe, dem Sozial- und Versorgungsrecht sowie der Wehrdienstbeschädigung waren von sehr hohen Interesse bei allen Zuhörern. Wichtig war auch der Hinweis auf eine enge Vernetzung mit den Sozialdiensten der Bundeswehr. 
Eine Unterrichtung bezüglich der Vergabe von Vollmachten und Patientenverfügung darf auf einem derartigen Seminar nicht fehlen. Diesen Part übernahm Frau Christina Seitz die in Nürnberg als Sozialpädagogin für den Caritasverband in einem Betreuungsbüro arbeitet.

Mit den Lebenserfahrungen eines pensionierten Soldaten repräsentierte Oberstabsfeldwebel a.D. Reinhard Kießner die GKS vor Ort.

Die Abschlussbetrachtung wurde von Oberstabsfeldwebel Christian Madl vorgenommen. Als Vertreter des Bundesvorstandes wies er auf die Bedeutung des Seminares für die GKS hin. Begegnung, Besinnung und Bildung sind die Grundsätze der GKS. Im Seminar gelingt es, unter einem thematischen Ziel alle drei Ansätze zu vereinen. Für die GKS ist die Durchführung der Seminare ein wichtiges Anliegen und in ihrer Ausgestaltung stellen sie einen inhaltlichen Leuchtturm der GKS-Arbeit dar.

Am Ende des Seminares hat Militärdekan Alfons Hutter mit den Teilnehmern in der Hauskapelle einen Gottesdienst gefeiert. Gerüstet für den neuen Lebensabschnitt traten sie die Heimreise an.

Text und Bilder: Reinhard Kießner, OStFw a.D. Beauftragter für die Seminare Dritte Lebensphase

Weitere Bilder finden Sie hier: 

Tradition – gestern-heute-morgen

GKS / Akademie / 30.09-02.10.2018 / Bensberg

Bericht zur 16. GKS-Akademie Oberst Helmut Korn vom 30.9.-2.10.2018

„Tradition ist ein flüchtiges Gut, man kann es nicht einfangen, es lebt! Es will bekümmert werden, immer aufs Neue bewertet. Was ist es wert, die Zeit zu überdauern? Was wird die nächste Bewertung nicht überstehen? Was sind zeitlose, dauerhafte Werte? Gibt es diese überhaupt?“ mit diesen Worten schloss der Bundesvorsitzende der GKS, Oberst Rüdiger Attermeyer, nachdenklich die Akademietage. 

AK Korn 2018 Klein wz

Von Sonntagnachmittag bis Dienstagmittag trafen sich 57 Soldatinnen und Soldaten aller Dienstgrade unter Leitung des Akademieleiters Oberst a.D. Karl-Jürgen Klein zur 16. GKS-Akademie Oberst Helmut Korn im Kardinal Schulte Haus in Bensberg. Angesichts der Diskussionen über Rituale, Traditionen, traditionsbildenden Faktoren für die Bundeswehr und vor dem Hintergrund des Traditionserlass der Bundeswehr luden die Veranstalter dazu ein, dieses hochaktuelle und „brandheiße“ Thema einmal außerhalb des Berufsalltags und intensiv von verschiedenen Standpunkten und unter sehr unterschiedlichen Gesichtspunkten zu beleuchten.
Geschichte – Tradition – Werte (GTW): Eine Einführung

AK Korn 2018 Gen Dr.Ing.Rieks wz

Der stellvertretende Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Dr. Ansgar Rieks, übernahm als Schirmherr die Aufgabe, ins Thema einzuführen und zugleich die Bandbreite des Themas und seine Bedeutung für alle wesentlichen Gesellschaftsbereiche zu erschließen. Da Tradition und der Umgang mit ihr immer auch die eigenen Geschichte, die eigene Wertebasis und die eigenen Haltung widerspiegelt, war auch sein Vortrag stark durch seine persönlichen Überlegungen und Stellungnahmen geprägt. Fahnenjunker Thies Höpfner ergänzte die Ausführungen des Generalleutnants durch einen sehr persönlichen Blick auf die Entwicklung und Ausprägung seines eigenen Traditions- und Werteverständnisses. Damit waren an dieser Stelle zwei Generationen zu Wort gekommen.

Die katholische Kirche – unterwegs mit Tradition und Traditionen

AK Korn 2018 Klein Schaller wz

„Am Anfang war das Wort“ – mit diesem Bibelzitat leitete Militärdekan Bernd F. Schaller, der Geistlicher Beirat der GKS auf Bundesebene ist, seinen Vortrag über die Tradition der Kirche ein. Fundiert wies er die Entwicklungslinien der Tradition der Kirche über die Jahrhunderte und ihre Bedeutung innerhalb der Kirche auf. Aber längst nicht jede auch jahrhundertealte „Gepflogenheit“ ist Tradition in diesem Sinne, sondern im Leben einer Gemeinschaft und damit auch der Kirche bildet sich eine Vielzahl an Traditionen heraus, die das Leben der Gemeinschaft prägen, aber nicht konstitutiv, also unabdingbar, sinnstiftend, unverzichtbar für sie sind. Die Unterscheidung zwischen Tradition und Traditionen ist oft schwierig, aber notwendig, um Kirche als „semper reformanda“ (in ständiger Entwicklung) zu verstehen und damit als eine Kirche zu erleben, die in der Zeit steht und in gutem Sinne mit ihr geht.

Tradition in der Bundeswehr

AK Korn 2018 Prof.Dr.Heinemann wz

Als Militärhistoriker begann Oberst a.D. Prof. Dr. Winfried Heinemann seinen Vortrag mit einem Blick in die Gründungsgeschichte der Bundeswehr, der stark geprägt war davon, dass diese Bundeswehr als Parlamentsarmee und fest verankert in einem demokratischen Staatsgefüge zum größten Teil mit dem Personal der ehemaligen Wehrmacht aufgebaut werden musste und auch wurde. Die Bundeswehr ringt heute um eine Tradition für sich, die Teil ihres Selbstverständnisses ist und die auch auf ihrer eigenen Geschichte basiert. In seinem Vortrag ging Prof. Heinemann der Frage nach, welche Maßstäbe heute an Personen und Geschehnisse aus der Geschichte angelegt werden und was dies für die traditionsstiftende Wirkung dieser Personen und Ereignisse für die Tradition der Bundeswehr bedeutet.

Auslandseinsätze und Tradition – Auslandseinsätze als identitätsstiftende Erfahrung

AK Korn 2018 Dr. A.Seifert wz

Die Bundeswehr ist heute eine Einsatzarmee. Die damit verbundenen Erlebnisse gehen nicht spurlos an den Soldatinnen und Soldaten vorüber, aber auch nicht an der Bundeswehr als Institution und werden zunehmend Bestandteil ihrer gewachsenen Tradition. Notwendig sind überzeugende Kommunikations- und Ausdruckformen nach innen und außen, um diese Erfahrungen auch symbolisch in den eigenen Lebensalltag zu integrieren und für die Gesellschaft „begreifbar“ zu machen. Wie können solche Traditionen, Rituale und Symbole aussehen? – Dieser Frage ging Frau Dr. Anja Seiffert anhand ihrer Forschungsergebnisse aus der Begleitung des 22. AFG-Kontingents nach.

Werteordnung des Grundgesetzes und Wertewandel

AK Korn 2018 Klein Sternberg wz

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Prof. DDr. Thomas Sternberg, begann seinen Vortrag mit den ersten 10 Artikeln des Grundgesetzes, mit denen die wesentlichen Grundpfeiler unserer Staats- und Gesellschaftsordnung festgelegt werden. Bei genauerem Hinsehen wird allerdings deutlich, dass die dabei verwendeten Begrifflichkeiten zum Teil erheblichen Wandlungen im Verständnis unterliegen. Mit dem Wandel der Begrifflichkeit geht dann oftmals eine Auslegungsänderung durch das Bundesverfassungsgericht einher, denn den durch den Staat zu garantierenden und zu schützenden Grundrechten liegen Grundwerte zugrunde. Diese Grundwerte sind nicht starr oder objektiv fest- oder vorgeschrieben, sondern sie unterliegen dem gesellschaftlichen Wandel. Sie brauchen eine Quelle in der sie gründen und aus der heraus sie mit Inhalt gefüllt werden. Diese Quellen können in einem freiheitlichen, pluralen Staat sehr verschieden sein (Religion, Humanismus, politische Grundüberzeugung). Entscheidend ist, dass diese Quellen vorhanden sind. Hier besteht die große gesellschaftliche Aufgabe des Christentums, sich immer wieder kompetent und überzeugend als eine solche Quelle darzustellen.
Die Akademie wurde abgerundet durch eine Exkursion zum Altenberger Dom und zum Jugendhaus Altenberg. Hier konnten die Teilnehmenden erfahren, wie lebendig hunderte Jahre alte Tradition sein kann und wie aus ihr heraus neue, zeitgemäße sinnstiftende Projekte erwachsen können.
Ausgestattet mit vielen Gedankenanstößen und Anregungen verließen die Teilnehmenden Bensberg, nicht ohne den Hinweis, dass die nächste Akademie vom 20.-23.9.2020 im Exerzitienhaus Himmelpforten in Würzburg stattfinden wird.

Text: Regina Bomke

Bilder: HTHB

Antrag auf Namenserweiterung
– Die Delegierten haben entschieden

GKS / Bundeskonferenz / 28.09.2018

Die 42 Delegierten der diesjährigen Bundeskonferenz im Kardinal Schulte Haus in Bensberg haben mit 33 zu 6 Stimmen beschlossen, den Namen der Gemeinschaft Katholischer Soldaten nicht um den Begriff „Soldatinnen“ zu erweitern. „Gleichberechtigung ist bereits gelebte Praxis in der Bundeswehr“, sagte Oberstleutnant Marian Schiebilski vom Sachausschuss Kommunikation in der Diskussion. Der Begriff Soldat ist ein geschlechtsneutraler Gattungsbegriff, in dem sich die Soldatinnen bereits abgebildet fühlten.

Oberst Rüdiger Attermeyer, der Bundesvorsitzende der GKS, hat sich nach der Bekanntgabe des Ergebnisses bei allen Beteiligten bedankt, die sich in die Diskussion eingebracht haben. Der Bundesvorstand hat sich im Vorfeld dazu entschieden, keine Beschlussempfehlung abzugeben, da es sich um eine Frage handelt, die nur vom obersten Beschlussgremium der Gemeinschaft entschieden werden kann.

Bundesvorstand gründete zuvor Arbeitsgemeinschaft

2017 wurde im Rahmen der Neugestaltung des Corporate Design beantragt, dass der Name der Gemeinschaft um den Begriff der „Soldatinnen“ zu ergänzen sei. Die Frage wurde in den unterschiedlichsten Gremien und Zusammenkünften in den letzten Monaten intensiv diskutiert. Dazu hat der Bundesvorstand eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Oberst a.D. Joseph Schmidhofer gegründet, die sich mit den Für und Widers einer Namenserweiterung befasst hat. Die durch die Arbeitsgemeinschaft zusammengetragenen Argumente wurden zu einer Präsentation zusammenstellt, die als Grundlage der Diskussionen in Kreisen, Bereichen und Sachausschüssen diente. In der AG waren Vertreter/innen sowohl aus dem Kreis der Befürworter als auch der Gegner der Namensergänzung. Zu ihnen gehörten Stabsfeldwebel Walburga Magdolen (Antragsstellerin), Major Dominique Kuntz, Stabsunteroffizier Michaela Sutter, Oberstleutnant a.D. Paul Schulz, Oberstabsfeldwebel a.D. Joachim Lensch.

Text: Nadin Schley

Herrn GenMaj Josef Blotz das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen

J Blotz w
Bild:  PIZ SKB / R. Alpers

Am 4. Juli 2018 wurde Herrn GenMaj Josef Blotz das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Ehrung nahm GenLt Schelleis, der Inspekteur der Streitkräftebasis, im Beisein der Familie Blotz vor. Die Auszeichnung wurde im Jahr 2017 durch den Souveränen Malteserorden initiiert und durch die GKS mitgetragen.

GenMaj Blotz ist der GKS in ihren Zielen seit den 80er Jahren eng verbunden. Von 2003 an führte er über drei Berufungsperioden den Sachausschuss „Sicherheit und Frieden“, der sich im Kern mit den ethischen Fragestellungen des Soldatenberufes auseinandersetzt. Dabei war er nicht nur aktiver Mitarbeiter, sondern stets Leitfigur, die zur eigenen Auseinandersetzung mit den substanziellen Fragen des Berufes herausfordert. Nachdem er die Leitung des Sachausschusses im Jahr 2009 aus dienstlichen Gründen abgegeben hat, blieb er als Mitglied im Ausschuss bis auf den heutigen Tag unverändert engagiert in der Sache.
Seine herausgehobenen dienstlichen Verwendungen machten dieses Engagement stets zur persönlichen Herausforderung für ihn selbst, waren aber aus Sicht des Verbandes eine besondere Chance, da nur durch seine engagierte Mitarbeit die dienstlichen Perspektiven auf seiner jeweiligen Ebene in die eigenen ethischen Bewertungen der GKS einbezogen werden konnten. Als Beispiele seien hier die beiden längeren Auslandseinsätze in Afghanistan sowie die Verwendung im HQ NATO genannt. Ein solcher Erfahrungshintergrund in einer Person vereint ist selten und in Kombination mit dem christlich geprägten Menschenbild eine einzigartige Inspirationsquelle, die die persönliche Auseinandersetzung jedes einzelnen Mitgliedes unvergleichlich anregt.
Den Herausforderungen aus dem Dilemma, dienstliche Erfordernisse und individuelle Verantwortung in der eigenen Person zu vereinen, hat sich GenMaj Blotz stets mit Herz und Verstand selbst gestellt und seine Erfahrungen darüber hinaus in Vorträgen und Aufsätzen für andere begreifbar gemacht. Damit hat er die Sacharbeit der GKS in diesem Bereich auf eine qualitativ neue, hochwertige Basis gestellt.
Für dieses Engagement in der Sache sind wir dankbar und gratulieren ganz herzlich zum verliehenen Orden.

Rüdiger Attermeyer, Oberst

Bundesvorsitzender der GKS
 

Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum und Vergelt‘s Gott

für die Unterstützung unserer Gemeinschaft.

Bei bestem Wetter und eingebettet in einer wunderschönen ländlichen Idylle feierte der ehemalige Militärgeneralvikar Prälat Walter Wakenhut (direkter Vorgänger von Militärgeneralvikar Monsignore Reinhold Bartmann) am 30. Juni 2018 sein Goldenes Priesterjubiläum in Arget, einem Ortsteil der Gemeinde Sauerlach. Unter Konzelebration zahlreicher Geistlicher wurde der Festgottesdienst von Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Katholischer Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr) zelebriert,
Bericht von Arget KS Josef König2 w
der es mit seiner äußerst sympathischen und aufgeschlossenen Art verstand, den Anwesenden durch die eine oder andere Anekdote, welche sich primär um das Thema Hören und Verstehen in Verbindung mit dem bayerischen Dialekt drehte, ein herzliches Lachen zu entlocken, was der dem Ereignis geschuldeten Ernsthaftigkeit sicherlich auch keineswegs schadete. Im Anschluss folgten dann die Grußworte des Vorsitzenden des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Herrn Joachim Unterländer (MdL), des Militärgeneralvikars Monsignore Reinhold Bartmann, der Ersten Bürgermeisterin der Gemeinde Sauerlach, Frau Barbara Bogner, des Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Sankt Michael in Arget, Herrn Klaus-Dieter Joos, des für dieses Ereignis auserkorenen Sprechers der Vereine/Verbände/Zusammenschlüsse, Herrn Otto Wiedl sowie des Vorsitzenden des Katholikenrates beim Katholischen Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr, Oberstleutnant Gereon Gräf, der sich im Namen des Laienapostolates (Rat und Verband) für das Engagement von Prälat Walter Wakenhut, insbesondere für seine wegweisende Begleitung bei der Erarbeitung und der Überführung der Zentralen Dienstvorschrift 10/4 (Lebenskundlicher Unterricht) in die Zentralrichtlinie A2-2530/0-0-1 bedankte. Untermauert wurde dieser Dank dann auch noch einmal explizit von der Gemeinschaft Katholischer Soldaten, deren stellvertretender Bundesvorsitzender, Oberstabsfeldwebel Christian Madl, die Grüße des Bundesvorsitzenden des Verbandes, Oberst Rüdiger Attermeyer, überbrachte und den Jubilar mit kulinarischen Schmankerl aus dem Bistum Passau, dem Bistum, in welchem Prälat Walter Wakenhut vor 50 Jahren zum Priester geweiht wurde, beschenkte.
Bericht von Arget KS Josef König3 w
Getragen wurde die ganze Feier, die, wie übrigens auch der Festgottesdienst, im dortigen Garnerstadel stattfand, von der Freiwilligen Feuerwehr Arget, über den Schützenverein, den Trachtenverein Mesnerbergler Arget, den Veteranen- und Kriegerverein Arget, den Sportverein Arget e. V., den Argeter Alphornbläsern, der Blaskapelle Arget bis hin zu den Argeter Goldkehlchen und zum Männerchor Arget-Sauerlach e.V., deren Mitglieder und Unterstützerinnen sowie Unterstützer in beispielgebender Weise präsentierten, zu welchen Leistungen die Menschen einer funktionierenden und harmonierenden Dorfgemeinschaft in der Lage sind, wenn es darum geht, einem geschätzten Jubilar – einem der ihrigen – für sein Einbringen und sein Wirken, insbesondere als Seelsorger, sicherlich aber auch als weltlicher Teil einer Gemeinschaft, eben als ihr Walter, zu danken.
Bericht von Arget KS Josef König1 w
 
Text: Hauptmann Stefan Nüßle, Vorsitzender GKS-Kreis München
Bildrechte: KS/Josef König
 

Suche Frieden!
– Die GKS auf dem 101. Katholikentag in Münster

Stand auf der Kirchenmeile

Vom 9.-13. Mai 2018 nahmen wir am 101. Katholikentag in Münster teil.
Traditionell präsentierten wir unsere Arbeit mit einem Stand unter den Verbänden auf der Kirchenmeile. Täglich von 10 bis 18 Uhr standen wir dort den vielen Besucherinnen und Besuchern unter unserem Standmotto: „Beherzt für den Frieden“ Rede und Antwort. „Haben Sie schon einmal auf jemanden geschossen?“ – fragte eine Jugendliche und es war ihr anzusehen, dass sie all ihren Mut zusammennahm, um diese Frage zu stellen. Das „Nein“, mit dem die Antwort begann, erleichterte sie und der Nachsatz: „aber es könnten Situationen kommen, in denen ich es tun müsste und auch tun würde“ wurde zum Ausgangspunkt eines langen, intensiven und sehr ehrlichen  Gesprächs. Lange, intensive, ehrliche Gespräche waren für uns überhaupt das Markenzeichen dieses Katholikentages. Die Menschen suchten das Gespräch, waren sehr daran interessiert, die Sicht von Soldatinnen und Soldaten kennenzulernen und zu verstehen, wie sie ihren Dienst mit ihrem Glauben vereinbaren können. Viele kamen, manche mit einer klaren Meinung, die allermeisten mit großer Offenheit und an einem ehrlichen Austausch interessiert. – Da machte es Freude, Rede und Antwort zu stehen und sich und die eigene Haltung zur Diskussion zu stellen.


Katholikentag 2018 BundespräsidentHoher Besuch am Stand der GKS mit Eintrag in unser Gästebuch

Suche Frieden

– das Thema traf die Menschen mitten in ihrem Leben: Frieden mit sich, in der Familie, der engeren Umgebung. Frieden mit Gott, der (Amts-)kirche und den Schwestern und Brüdern, mit denen wir im Glauben gemeinsam oder auf unterschiedlichen Wegen unterwegs sind. Aber auch die so schwierige, manchmal ausweglos erscheinende Suche nach Frieden zwischen den Staaten, zwischen Völkern, Volksgruppen, Religionen und Ideologien. -  In hunderten offiziellen Veranstaltungen brachten Fachleute ihre Ansicht vor, wurde unter den Vertretern verschiedener Professionen und mit den Zuhörerinnen und Zuhörern heftig um mögliche Lösungen und den richtigen Weg gerungen. - Und manche Diskussion wurde auf dem Domplatz, im Schatten von St. Lamberti oder im Gras am Aasee weitergeführt.

GKS-Werkstattgespräch

Auch wir boten ein Werkstattgespräch an. Unter dem zugegebenermaßen provokanten Titel:

„Willst du den Frieden, rüste zum Krieg! (röm. Sprichwort) – Sind Soldaten Friedensstifter?“

luden wir ins Fürstenberghaus am Domplatz ein. Höchstens 60 Personen – so war unsere Vorgabe. – 102 Menschen kamen und wir fanden einen Platz für alle .  Unter der Leitung des Geistlichen Beirats auf Bundesebene, Militärdekan Bernd F. Schaller, diskutierten Brigadier Martin Jawurek, Militärkommandant von Niederösterreich und Präsident der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten in Österreich, Oberst Prof. Dr. Winfried Heinemann, Militärhistoriker und GKS-Mitglied, und der Bundesvorsitzende der GKS, Oberst Rüdiger Attermeyer, mit dem Publikum.
Was sind die rechtlichen Rahmenbedingungen eines Einsatzes von militärischer Gewalt? – Warum reicht es nicht, dass das eigene Handeln dem Gesetz nicht widerspricht, warum muss es darüber hinaus persönlich verantwortet werden? Wie kann eine Gewissensentscheidung zwischen Befehl und Gehorsam getroffen werden? Was kann als Maßstab für eine Entscheidung dienen, hilft eine christlich geprägte Ethik da weiter? Wie muss militärische Führung aussehen, um dem Soldaten, der Soldatin die Möglichkeit zu geben, ihrem eigenen Gewissen folgen zu können? Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um einen Militäreinsatz zu rechtfertigen? Unter welchen Bedingungen kann der Einsatz von Gewalt tatsächlich zum Frieden führen? Diesen Fragen wurde kenntnisreich nachgegangen. 
Aber es blieb nicht beim Theoretisieren, sondern die Podiumsteilnehmer und die anderen anwesenden Soldaten wurden auch persönlich angefragt: Wie hältst Du es ganz persönlich als Soldat? Was hat Dich zu Deiner Berufsentscheidung bewogen? Wie gehst Du als Mensch, als Christ mit der großen Verantwortung um, die dieser Beruf mit sich bringt? Ist Dein Glaube für Dich Halt oder Last?  Fühlst Du Dich als Friedensstifter? - So persönlich wie die Fragen waren auch die Antworten.

Und jetzt?

Wir sagen Danke: allen, die in der Vorbereitung und Durchführung des 101. Katholikentages inhaltlich und organisatorisch den Grundstein für dieses große Ereignis gelegt haben, allen, die mit uns das Gespräch gesucht haben und den Münsteranern und Münsteranerinnen für die große Gastfreundschaft . – Schön war es!

Wir freuen uns jetzt schon auf 2021 –
dann sind wir wieder dabei,
beim 3. ökumenischen Kirchentag in Frankfurt am Main

Bild: MD B.Schaller

weitere Bilder zum Katholikentag 2018 finden Sie hier:

Einladung zur Erkundung eines neuen Lebensabschnittes.

Gruppe april 2018

Vom 25.04.2018 bis 29.04.2018 fand in Nürnberg im Caritas-Pirkheimer Haus (cph) das Seminar 3. Lebensphase statt. 24 Teilnehmer konnten sich „im Zeichen der Burg“, auf die Zeit nach dem Berufsleben vorbereiten.
prof ertlDer Veranstaltungsort Nürnberg zeigte sich mit dem gesamten Charme seines mittelalterlichen Stadtbildes und rundete somit das Seminar ab.
Hauptziel der Veranstaltung war die sozial-psychologische Vorbereitung der Teilnehmer auf den bevorstehenden Lebensabschnitt. Professor Dr. Heimo Ertl, der die Akademie inhaltlich leitete, fand bei der Ausgestaltung des Seminars die richtige Mischung.
Auch verwaltungstechnische  Themenbereiche kamen nicht zu kurz. Es trug vor, Regierungsamtfrau Claudia Hartmann Sozialberaterin im Bundeswehrdienstleistungszentrum Ingolstadt Außenstelle Roth. Der sehr interessante Vortrag brachte den Teilnehmern viele neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der sozialen Versorgungslage nach Beendigung des Dienstverhältnisses.
Die Gesundheit im Alter war das Thema von Prof Dr. med Dieter Belohlavek. Seine Ausführungen hatten die Zielsetzung, das Altern als Chance oder Perspektive zu betrachten.
Zum positiven Nachdenken wurden die Teilnehmer mit spirituellen und psychologischen Inhalten angeregt. Für diese Aufgabe konnte Pater Johannes Jeran SJ gewonnen werden. Sein großes Wissen und seine fundierten Kenntnisse in Theologie, Philosophie und Psychologie machten ihn zu einem wichtigen Gesprächspartner der Seminarteilnehmer.
Zum Abschluss des Seminars wurde mit dem katholischen Standortpfarrer aus Roth, Herrn Militärpfarrer Iurii Kuliievych  eine heilige Messe gefeiert.
Als Repräsentanten der Gemeinschaft Katholischer Soldaten standen Gudrun und Reinhard Kießner zur Verfügung. Neben der organisatorischen Leitung waren eigene Erfahrungen mit dem Ruhestand eines Ehepartners häufige Geprächsinhalte mit den Teilnehmern des Seminares.
Abschließend zogen alle Teilnehmer ein sehr positives Resümee zu dem Seminar bei dem die hervorragende Versorgung durch das Caritas-Pirkheimer Haus und die sehr gute Harmonie der Gruppe besonders angesprochen wurde. 
Gerüstet um eine hohe Qualität in der dritten Lebensphase erreichen zu können wurden die Teilnehmer durch das Team der Seminarleitung und dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden OStFw Christian Madl verabschiedet.

Reinhard Kießner    Nürnberg, 29.04.2018

„Gemeinsam – ein Auftrag“ oder „Gemeinsam – Wege gehen“

Vorstand 2018 w

AKS BAnner 1Vom 16.04. – 20.04.2018 tagte die „AKS – Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten“ Österreichs in SEMRIACH, Nähe GRAZ, in ihrer Frühjahrsbesprechung unter dem Thema „Frohbotschaft unter Soldaten sein“. Seit vielen Jahren ist es dabei guter Brauch, dass Vertreter der GKS hierbei zu Gast sind, genau wie jedes Jahr Vertreter der AKS bei der Bundeskonferenz begrüßt werden können.
In Arbeitsgruppen wurde zur Umsetzung der „Pastoralen Leitlinien“ diskutiert, so durch den Generalsekretär Bernhard Meurers anmoderiert.
Ziel dieser Tagung war es, die „Pastoralen Leitlinien“ der Diözesansynode von 2013 für das österreichische Bundesheer umzusetzen und als Ergebnis dem Militärbischof vorlegen zu können.

Arbeitsergebnisse w Inhaltlich wurden folgende Themenfelder bearbeitet:
+ Wahrnehmung der Militärseelsorge
+ Notwendigkeit eigener Militärseelsorge
+ Herausforderungen, Erwartungen und Antworten
+ Partizipation der Getauften
+ Gemeinsames Priestertum (Einheitlichkeit)

Dabei ist gerade in Zeiten der Veränderung eine Orientierung mit Gleichgesinnten, auch durch grenzen- und strukturübergreifende Kooperationen, von prägender Wichtigkeit.
Umso erfreulicher ist es, das seit vielen Jahren eine solche Kooperation zwischen der GKS und der AKS besteht. Diese soll im Sommer durch den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung noch vertieft werden. In der künftigen vertieften Zusammenarbeit sind die Ziele hierbei besonders, die Gemeinsamkeit zu finden, Schnittmengen zu definieren um sich nachhaltig und langfristig  gegenseitig unterstützen zu können und gemeinsam an deren Umsetzung zu arbeiten. Dazu findet im Juni diesen Jahres erstmals eine gemeinsame Sitzung beider Gremien in Österreich, in St PÖLTEN, statt.

 

 

OStFw Christian Madl
stv Bundesvorsitzender GKS